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Kunsthaus Tacheles: Zwangsversteigerung kurzfristig verschoben

Das Berliner Kunsthaus Tacheles kommt doch nicht unter den Hammer - vorerst nicht. Die HSH Nordbank habe lediglich um die Verschiebung des Termins gebeten.

Der Gerichtstermin zur Zwangsversteigerung des Kunsthauses Tacheles ist kurzfristig geplatzt, trotzdem hält die HSH Nordbank an ihren Plänen fest, das bekannte Berliner Kunsthaus zu versteigern. Banksprecherin Gesine Dähn sagte der Nachrichtenagentur dpa am Montag auf Anfrage, die Verhandlungen mit den "verschiedenen Bietinteressenten" seien noch nicht zum Abschluss gekommen. Deshalb habe man die Verschiebung der Zwangsversteigerung beantragt. Sie rechne jedoch mit einer baldigen Fortsetzung des Verfahrens.

Das Kunsthaus und das umgebende Gelände sollen nach einem jahrelangen Streit unter den Hammer kommen. Für die insgesamt 16 Grundstücke an der Ecke zur Friedrichstraße waren gut 35 Millionen Euro als Preis vorgeschlagen. Mit dem Verkauf an einen neuen Investor wäre die Zukunft des besonders bei Touristen beliebten Kunsthauses offen gewesen.

Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hatte sich im Vorfeld mehrfach für den Erhalt der Kaufhausruine ausgesprochen. Sie beherbergt Künstlerateliers, Werkstätten und ein Kino und zieht jährlich bis zu eine halbe Million Besucher an.

mm/DPA / DPA