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Lichterketten im TÜV-Test: Der gefährliche Christbaumschmuck

Wenn am Weihnachtsbaume nicht nur die Lichter brennen, dann könnte eine defekte Lichterkette schuld sein. Der TÜV Rheinland hat 97 solcher Lichterketten getestet. Sein Urteil fällt wenig festlich aus.

Viele elektrische Lichterketten weisen gravierende Sicherheitsmängel auf und können zur Gefahr werden. Bei einem Test des TÜV Rheinland fiel über die Hälfte der Produkte glatt durch. Hauptgründe waren Konstruktionsmängel und fehlende Sicherheitshinweise, wie der TÜV am Dienstag in Köln mitteilte. Die Experten überprüften insgesamt 97 handelsübliche Ketten, die sie in fünf europäischen Ländern gekauft hatten. Von den in Deutschland erworbenen 27 Lichterketten schnitt rund ein Drittel mangelhaft ab.

Bei einer Reihe von Produkten führten Konstruktionsfehler oder minderwertige Materialien zu Sicherheitsmängeln. So waren Ketten zum Beispiel schlecht isoliert oder es lösten sich Kabel. Einige Leuchtdekorationen waren für den Einsatz im Garten ausgezeichnet - obwohl sie keine geeigneten Dichtungen hatten. Fehlende Sicherheitshinweise auf der Verpackung können nach TÜV-Angaben gravierende Folgen haben, wenn beispielsweise nicht angegeben ist, dass Ketten nur in Innenräumen verwendet werden dürfen oder dass defekte Lampen sofort ausgetauscht werden müssen.

Getestet wurden Lichterketten, die TÜV-Mitarbeiter Mitte November für unter zehn Euro in Deutschland, den Niederlanden, Frankreich, Italien und Ungarn gekauft hatten. Messlatte seien die rechtlichen Mindestvorgaben für den Verkauf in der EU gewesen.

"Nach wie vor sagt der Preis bei Lichterketten viel über Qualität und über die Sicherheit aus", sagte TÜV-Experte Thomas Haupt. "Wir empfehlen generell, bei großen Handelsunternehmen statt in Billigläden zu kaufen." Verbraucher sollten auf Beschriftungen in der Landessprache und auf das GS-Zeichen achten.

Der TÜV Rheinland hatte bereits in den beiden vergangenen Jahren jeweils vor Weihnachten Lichterketten getestet und bei der Mehrheit der Produkte Sicherheitsmängel festgestellt.

DPA / DPA
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?