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Lockere Berufsauffassung: Postbote hortete 300 Kilo Briefe und Päckchen

Ein französischer Briefträger hat eine spezielle Einstellung zu seinem Beruf. Was wirklich bei den Empfängern ankommt, bestimmt sein ganz eigener Biorhythmus. In seiner Wohnung fanden Beamte nun die Briefe und Päcken, die da nicht mitkamen.

Es ist ein besonders dreister Fall: Ein fauler französischer Briefträger hat die Post bei sich zu Hause gelagert, statt sie auszutragen. In der Wohnung in Is-sur-Tille im Osten des Landes seien 300 Kilo Briefe und Päckchen gefunden worden, berichtete der Sender France-Info. Der Mann sei festgenommen worden. Er habe gestanden, dass er sich die Arbeit erleichtern wollte. Kriminelle Absichten schien er nicht zu haben, die Post blieb ungeöffnet. Der Fall kam ans Licht, weil mehrere Menschen vergeblich auf ihre Schecks gewartet hatten. Schließlich informierten sie die Polizei.

In Deutschland gab es vor einem Jahr einen vergleichbaren Fall. Ein Briefträger eines privaten Anbieters hatte ein Jahr keine Briefe ausgetragen. Als Grund gab der 23 Jahre alte Schotte an, er sei überfordert gewesen, weil er neben seinem Job bei einem privaten Postzusteller an einer Abendschule seinen Hauptschulabschluss nachhole.

DPA / DPA
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