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News von heute 16-Jähriger schickt Bombendrohung an Schule, um Klausur zu verhindern

Ein Fahrzeug der Polizei
Polizeieinsatz in Hamm (Symbolbild): Ein Jugendlicher wollte mithilfe einer Bombendrohung offenbar einer 21-Jährigen "helfen"
© Daniel Bockwoldt / Picture Alliance
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker:  

19.11 Uhr: Eltern von 15-Jährigem nach tödlicher Attacke an US-Schule angeklagt

Nach der Schusswaffenattacke mit vier Toten an einer Schule im US-Bundesstaat Michigan sind auch die Eltern des 15-jährigen Angreifers angeklagt worden. Die Justiz wirft James und Jennifer Crumbley fahrlässige Tötung in vier Fällen vor, wie Staatsanwältin Karen McDonald am Freitag sagte. Der Vater hatte die Tatwaffe, eine halbautomatische Pistole, vier Tage vor der Attacke gemeinsam mit seinem Sohn gekauft. Die Mutter des Teenagers soll die Waffe auf Online-Plattformen als "Weihnachtsgeschenk" für ihren Sohn bezeichnet haben, wie die Staatsanwältin des Landkreises Oakland County weiter sagte. Beide sollen nach einem Vorfall kurz vor der Tat, bei dem sie wegen Zeichnungen ihres Sohnes mit Gewaltfantasien zur Schule gerufen worden waren, nicht überprüft haben, ob der Teenager die Waffe bei sich hatte.

18.36 Uhr: Großer Omikron-Ausbruch bei Weihnachtsfeier in Oslo

In Norwegen hat sich über die Hälfte der rund 120 - allesamt geimpften - Teilnehmer einer Weihnachtsfeier mit dem Coronavirus angesteckt. Die Behörden der Hauptstadt Oslo gingen am Freitag davon aus, dass viele der Infektionen durch die Variante Omikron hervorgerufen wurden. Durch Tests definitiv bestätigt wurde dies bis zum Abend in zunächst in 13 Fällen. Einer der Teilnehmer war kurz zuvor aus Südafrika zurückgekehrt. 

Bislang sei bei 60 Teilnehmern des Weihnachtsessens der PCR-Test positiv ausgefallen, bei vier weiteren sei zumindest der weniger genaue Antigen-Test positiv, erklärte die Stadtverwaltung. Die Sequenzierung der Proben der positiv Getesteten dauere an.Die Gesundheitsbeauftragte von Oslo, Tine Ravlo, sagte der Nachrichtenagentur AFP, dass die Feier im Rahmen der Corona-Vorgaben stattgefunden habe und "keine Regeln gebrochen" worden seien. "Sie alle waren geimpft, keiner von ihnen hatte Symptome und sie hatten alle Selbsttests gemacht."

17.22 Uhr: Sechsjährigen ermordet – Stiefmutter zu lebenslanger Haft verurteilt

Weil sie den sechsjährigen Sohn ihres Lebensgefährten quälte und tötete, ist eine Frau in England zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe mit einer Mindesthaftzeit von 29 Jahren verurteilt worden. Das entschied ein Gericht in Coventry. Der Vater des Jungen, der sie zu der Tat ermutigte, wurde wegen Totschlags zu 21 Jahren verurteilt. Video- und Audioaufnahmen belegten, dass der Junge immer wieder mit grausamen Strafen wie stundenlangem Stehen, sowie Nahrungs- und Flüssigkeitsentzug bestraft wurde. Die Obduktion ergab zudem, dass ihm in erheblicher Menge Salz zugeführt worden war. Er hatte zudem etwa 100 Spuren körperlicher Misshandlung auf seinem Körper. Er starb an einem Hirntrauma, das nach Angaben der Ermittler hervorgerufen wurde, indem sein Kopf mehrfach gegen eine harte Oberfläche geschlagen wurde.

16.30 Uhr: Fünf Terrorverdächtige in Finnland festgenommen

In Finnland sind fünf Terrorverdächtige festgenommen worden. Sie stehen im Verdacht, eine Terrortat geplant zu haben, wie die Polizei von Südwestfinnland auf Twitter mitteilte. Gefasst worden seien sie bereits am Dienstag. Akute Gefahr bestehe nicht. Die Verdächtigen wohnten in der Nähe von Kankaanpää in der Region Satakunta – das liegt rund 250 Kilometer nordwestlich von Helsinki. Nach Angaben des finnischen Rundfunksenders Yle handelte es sich um fünf gebürtige Finnen, allesamt Männer, die in den Jahren 1995 bis 1998 geboren wurden. Demnach sind mehrere von ihnen bereits in der Vergangenheit für Straftaten verurteilt worden.

16.11 Uhr: 18 Todesfälle nach Corona-Ausbruch in Thüringer Pflegeheim

Insgesamt 18 Menschen sind nach einem Corona-Ausbruch in einem Seniorenheim in Rudolstadt in Thüringen gestorben. Bei 14 von ihnen bestand kein vollständiger Impfschutz, wie das Landratsamt Saalfeld-Rudolstadt mitteilte. Nur eine Person habe demnach drei Impfungen erhalten, drei weitere waren doppelt geimpft. Bei einer ersten Meldung von vergangener Woche hatte das Landratsamt berichtet, dass Angehörige von Heimbewohnern diesen von der Impfung abgeraten hatten. Damals waren sieben Tote gezählt worden. Von 141 Heimbewohnern war rund ein Drittel nicht geimpft, hieß es in der Mitteilung.

Behauptungen in sozialen Netzwerken, wonach die Todesfälle in Zusammenhang mit einer Booster-Impfung stünden, widersprach das Landratsamt und verwies auf den Anteil der Ungeimpften unter den Todesfällen. Auch habe es genügend Impfmöglichkeiten für die Bewohner von Pflegeeinrichtungen gegeben. 

16.10 Uhr: Keine Testpflicht nach Auffrischungsimpfung in Rheinland-Pfalz

Auch in Rheinland-Pfalz entfällt die Testpflicht für Menschen, die bereits eine Auffrischungsimpfung gegen Corona erhalten haben. "Wir haben heute im Kabinett noch einmal intensiv beraten und entschieden, dass Menschen mit bereits erfolgter Auffrischungsimpfung von der Testpflicht der 2G-plus-Regelung ausgenommen sind", teilte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) mit. Die Auffrischungsimpfung erhöhe den Impfschutz enorm. "Sie brauchen dann deshalb beispielsweise für ihren Besuch in einem Restaurant oder beim Betreten eines Fitnessstudios keinen weiteren Test mehr." Die 2G-plus-Regel sieht vor, dass nur Geimpfte und Genesene mit einem negativen Testergebnis Zugang haben. Die neue Corona-Verordnung des Landes sollte am Freitagabend veröffentlicht werden und am Samstag in Kraft treten.

Zuvor hatte bereits Niedersachsen die Testpflicht nach einer Booster-Impfung gekippt. Wer dort eine Auffrischungsimpfung erhalten hat, braucht ab Samstag trotz 2G-plus-Regel keinen aktuellen Corona-Test mehr vorlegen.

Intensivmediziner über Omikron-Welle: Deutlicher Anstieg in den Normalstationen zu erwarten

15.52 Uhr: Bundeswehr fliegt sechs Corona-Patienten nach Paderborn

Die Luftwaffe hat sechs Intensivpatienten aus Bayern zur Behandlung nach Nordrhein-Westfalen geflogen. Das zur Corona-Hilfe eingesetzte Spezialflugzeug A310 MedEvac sei am Nachmittag in Memmingen gestartet, sagte ein Sprecher der Luftwaffe. Nach der Landung in Paderborn sollten die Patienten dort weiterbehandelt werden. Einen weiteren Einsatz gab es am Freitag auch für das zum Transport von Corona-Patienten umgebaute Überwachungsflugzeug A319OH ("Offener Himmel"). Es war in Deutschland gestartet, um zwei an Corona erkrankte Bundeswehrsoldaten aus Lettland zurück nach Köln zu fliegen. Wegen technischer Probleme auf dem Flughafen Riga musste es allerdings zunächst wieder umkehren.

15.40 Uhr: Wintereinbruch in Lettland – Flugzeug rutscht über Rollbahn hinaus

In Lettland ist ein Passagierflugzeug mit 44 Menschen an Bord wegen starken Schneefalls und schlechter Sicht über eine Rollbahn hinaus gerutscht. Bei dem Vorfall auf dem Flughafen der Hauptstadt Riga sei niemand verletzt worden, teilten die Rettungskräfte und die Fluggesellschaft mit. Die Maschine wurde  zur Inspektion abgeschleppt und eine Untersuchung eingeleitet. Die Start- und Landebahn des Flughafens wurde vorübergehend gesperrt.

Unter den Passagieren an Bord des Flugzeugs war auch der lettische Außenminister Edgars Rinkevics. "Eine unvergessliche Woche: Bei der Rückkehr nach Riga ist die Maschine aus Stockholm von der Rollbahn gerutscht", schrieb er auf Twitter. Rinkevics dankte der Besatzung, dem Flughafenpersonal und dem Rettungsdienst für "schnelles Handeln, Ruhe und Professionalität". In Lettland kam es am Freitag zu einem heftigen Wintereinbruch. Nach Angaben des Wetteramts war die Schneedecke in Riga am frühen Vormittag auf über 20 Zentimeter angewachsen, auch in anderen Teilen des Landes lag hoch Schnee. 

15.28 Uhr: Helfer assistiert per Telefon bei Schnellgeburt

Per Telefon hat ein Mitarbeiter der Münchner Leitstelle bei einer Geburt geholfen. Der Ehemann einer Schwangeren habe in der Nacht zum Freitag um 1.24 Uhr die Leitstelle erreicht und gesagt "Es geht los!", teilte ein Sprecher mit. Dann sei alles ganz schnell gegangen. Die Wehen waren dem Sprecher zufolge schon stark, ins Krankenhaus in München hätte es das Paar nicht mehr geschafft. Der Helfer am Telefon habe mit Fragen und Anweisungen unterstützt. Um 1.29 Uhr, als Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, sei das Baby schon auf der Welt gewesen. Mutter und Sohn kamen zur Sicherheit in ein Krankenhaus, akuter Behandlungsbedarf habe aber nicht bestanden.

15.03 Uhr: Mutmaßlicher Terrorist aus Libyen in Dresden festgenommen

Die Bundesanwaltschaft hat einen mutmaßlichen Terroristen aus Libyen in Dresden festnehmen lassen. Der Mann kam in Untersuchungshaft, wie die Behörde in Karlsruhe mitteilte. Sie geht davon aus, dass der Beschuldigte sich spätestens 2016 einer terroristischen Vereinigung namens "Libya Revolutionaries Operations Room" (LROR) angeschlossen hat. Der Verband islamistisch-revolutionärer Milizen bekämpft den Angaben nach die Truppen der Libyschen Nationalarmee unter dem einflussreichen Militärkommandeur Chalifa Haftar. Zuerst hatte der Südwestrundfunk (SWR) über die Festnahme am Donnerstag berichtet.

In einer Führungsposition der 11. Kompanie habe der Mann in Libyen unter anderem Geld beschafft, "indem er auf Bankmitarbeiter in Libyen Druck ausübte". Anfang Februar 2019 sei er nach Deutschland gekommen und habe sein Werk fortgesetzt. Er habe Informationen über in Deutschland lebende Libyer an die LROR weitergeleitet. 

14.42 Uhr: Polizisten nehmen in Baden-Württemberg mutmaßlichen Mafioso fest

Einen mit internationalem Haftbefehl gesuchten mutmaßlichen Mafioso haben Polizisten im baden-württembergischen Calw festgenommen. Spezialkräfte fassten den 42 Jahre alten Italiener gestern Nachmittag, wie die Generalstaatsanwaltschaft in Stuttgart heute mitteilte. Zuvor hatte das Oberlandesgericht Stuttgart einen Auslieferungshaftbefehl erlassen. Der 42-Jährige soll als Mitglied einer mutmaßlichen Mafiaorganisation an Erpressungen, der Bildung einer kriminellen Vereinigung und dem bewaffneten Handel mit Betäubungsmitteln beteiligt gewesen sein. 

14.38 Uhr: Dresdner Polizei kündigt härtere Gangart gegenüber Corona-Demonstranten an

Die Dresdner Polizei hat eine härtere Gangart gegenüber Demonstranten angekündigt, die gegen die Corona-Maßnahmen auf die Straße gehen. Wie Dresdens Polizeipräsident Jörg Kubiessa erklärte, rufen neben sogenannten Corona-Kritikern auch Extremisten für Montag zu Protesten vor dem sächsischen Landtag auf. Auf dieser Grundlage ändere sich auch die Gefahrenprognose der Einsatzkräfte. "Eine härtere Gangart der Polizei wird die logische Konsequenz sein – natürlich unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit bei der Wahl unserer Mittel", kündigte der Polizeipräsident an.

Aufgrund der bisherigen Erfahrungen im Zusammenhang mit Protesten gegen die Corona-Politik rechnet die Polizeidirektion Dresden auch am Montag mit vorsätzlichen Verstößen gegen die sächsische Corona-Verordnung.

14.23 Uhr: Rekord-Deal – Emirate bestellen bei Frankreich 80 Rafale-Kampfjets

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben einen Rekordvertrag mit Frankreich über den Kauf von 80 französischen Rafale-Kampfflugzeugen geschlossen. Das Geschäft mit einem Volumen von 14 Milliarden Euro erfolgte heute während eines Besuchs von Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron in der Golfregion. Es ist die größte internationale Bestellung aller Zeiten für diese Kampfjets. Bei Gesprächen Macrons mit Abu Dhabis Kronprinz Scheich Mohammed bin Sajed wurde auch der Kauf von zwölf militärischen Caracal-Transport-Hubschraubern festgezurrt. Insgesamt haben die Verträge einen Wert von mehr als 17 Milliarden Euro. 

Die Emirate waren einem Parlamentsbericht zufolge mit 4,7 Milliarden Euro zwischen 2011 und 2020 der fünftgrößte Kunde französischer Rüstungsgüter. Frankreich war in die Kritik geraten, nachdem einige dieser Waffen im Bürgerkriegsland Jemen zum Einsatz kamen.

14.13 Uhr: Sieben Menschen in Kühllaster auf britischer Autobahn entdeckt

Auf einer britischen Autobahn sind sieben Menschen in einem Kühllaster entdeckt worden. Alle seien "fit und wohlauf", teilte die Polizei mit, nachdem die Einsatzkräfte wegen Klopfgeräuschen aus dem Lastwagen verständigt worden waren. Alle sieben Personen seien nach der Entdeckung gestern Abend wegen des Verdachts auf Einwanderungsdelikte festgenommen worden.

Der diesmal glimpflich ausgegangene Vorfall weckt Erinnerungen an die Tragödie aus dem Jahr 2019, bei der 39 Migrantinnen und Migranten aus dem Vietnam tot in einem Lastwagen in England aufgefunden wurden. Die Schleuser wurden zu langen Haftstrafen verurteilt.

13.56 Uhr: 16-Jähriger schickt Bombendrohung an Schule, um Klausur zu verhindern

Damit eine Bekannte um einen Klausurtermin herumkommt, soll ein 16-Jähriger eine Bombendrohung an ein Berufskolleg in Hamm geschickt haben. Ermittlungen der Polizei zufolge soll er damit dem Aufruf einer 21-Jährigen in den sozialen Medien gefolgt sein. Die Schülerin soll um einen Drohanruf gebeten haben, um sich auf diese Weise vor einer Nachschreibeklausur drücken zu können, teilte die Polizei mit. Ein Polizeisprecher vermutet "Imponiergehabe" hinter der Aktion des 16-Jährigen. Der Jugendliche ging später selbst zur Polizei und räumte laut Ermittlern den Drohanruf ein.

Gegen den 16-Jährigen und die 21-Jährige werde nun wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung einer Straftat ermittelt. Zudem werde geprüft, ob die beiden Schadenersatz für den ausgelösten Einsatz zahlen müssen. Der Drohanruf hatte Mitte November einen Polizeieinsatz im Berufskolleg ausgelöst. Sprengstoff wurde bei der Durchsuchung nicht gefunden.

13.31 Uhr: Einstiger Fußball-Weltmeister Horst Eckel gestorben

Der einstige Fußball-Weltmeister Horst Eckel ist tot. Wie der Deutsche Fußball-Bund mitteilte, ist der letzte bislang noch lebende Weltmeister von 1954 am Freitag im Alter von 89 Jahren gestorben.

13.26 Uhr: Razzien wegen gefälschter Impfpässe in Hessen und Baden-Württemberg

In Hessen und Baden-Württemberg sind Ermittler unabhängig voneinander mit Razzien gegen das Fälschen von Impfpässen vorgegangen. Wie die Polizei im hessischen Homberg mitteilte, wird dort in drei Fällen gegen zwei Frauen und einen Mann ermittelt. Die Verdächtigen sollen die Dokumente gefälscht und benutzt haben. Bei der Razzia in insgesamt vier Wohnungen in Nordhessen am Mittwoch sei eine Vielzahl von gefälschten Impfpässen beschlagnahmt worden.

In Baden-Württemberg wurden bei einer Razzia Blankopässe, Stempel und Etiketten mit Chargennummern beschlagnahmt. Sechs Verdächtige sollen die gefälschten Dokumente hergestellt und in Umlauf gebracht haben, wie die Polizei in Aalen mitteilte. Seit einer Gesetzesänderung Ende November ist die Herstellung, Verbreitung und Verwendung von gefälschten Impfpässen eine Straftat.

13.12 Uhr: Zahl der Auto-Neuzulassungen sinkt den fünften Monat in Folge

Die Zahl der Auto-Neuzulassungen in Deutschland ist den fünften Monat in Folge gesunken. Im November wurden rund 198.000 Autos neu zugelassen, das waren 31,7 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg mitteilte. Grund ist die anhaltende Chip-Krise: Trotz hoher Nachfrage können die Hersteller nicht genug neue Autos ausliefern. Die privaten Neuzulassungen nahmen laut KBA um 33,4 Prozent ab, die gewerblichen Neuzulassungen um 30,6 Prozent. Alle Marken – außer der Marke Mini von BMW – verzeichneten demnach zweistellige

12.37 Uhr: Polen und die Schweiz werden zu Corona-Hochrisikogebieten

Wegen hoher Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung ab Sonntag Polen und die Schweiz als Hochrisikogebiete ein. Das gab das Robert Koch-Institut bekannt. Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien.

12.33 Uhr: Polizei schießt bei Zwangsräumung in München

Die Polizei hat bei einer Zwangsräumung in München mehrmals geschossen und einen bewaffneten Mann verletzt. Der polizeibekannte 46-Jährige habe gedroht, Menschen zu erschießen und sei nicht ansprechbar gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Der Gerichtsvollzieher habe die Polizei alarmiert, Spezialeinsatzkräfte seien in der Gegend im Münchner Südosten angerückt. Unbeteiligte oder Polizisten seien nicht verletzt worden, die Schüsse seien in der Wohnung gefallen. Der 46-Jährige kam mit einer Oberarmverletzung in ein Krankenhaus. Gefahr für die Öffentlichkeit bestand laut Polizei nicht.

12.01 Uhr: Paketzusteller soll Päckchen im Wert von 40.000 Euro gestohlen haben

Päckchen im Wert von 40.000 Euro soll ein Paketzusteller in Österreich gestohlen haben. Vor allem Spielzeug und Haushaltswaren seien in den Paketen gewesen, berichtete die Austria Presse Agentur. Seit Wochen sei der Mann aus dem Salzburger Bezirk St. Johann im Pongau wegen möglichen Diebstahls verdächtigt worden, hieß es von der Polizei. Am Mittwoch schließlich hätten Beamte ihn ertappt, als er Pakete, die eigentlich an Kunden gehen sollten, aus dem Lieferwagen in sein Haus trug. Der Mann wurde festgenommen und in die Justizanstalt Salzburg gebracht. 

11.55 Uhr: Nehammer soll Kanzler und ÖVP-Chef in Österreich werden

Der bisherige Innenminister Karl Nehammer soll neuer Kanzler in Österreich und Chef der Regierungspartei ÖVP werden. Der Bundesvorstand der ÖVP habe ihn zum geschäftsführenden Bundesparteiobmann und Kandidaten für das Kanzleramt bestimmt, teilte Nehammer in Wien mit. Nach dem Rückzug von Ex-Kanzler Sebastian Kurz vom Parteivorsitz war gestern auch Österreichs Kanzler Alexander Schallenberg zurückgetreten.

11.10 Uhr: "Wellenbrecher" ist "Wort des Jahres" 2021

"Wellenbrecher" ist das "Wort des Jahres" 2021. Das hat die Gesellschaft für deutsche Sprache in Wiesbaden mitgeteilt. Das Wort stamme aus dem Küstenschutz und werde mittlerweile für Maßnahmen benutzt, die zum Schutz der Bevölkerung in der Corona-Pandemie angewendet werden, erklärte GfdS-Geschäftsführerin Andrea-Eva Ewels. Auf dem zweiten Platz landete "SolidAHRität". Das Wort beziehe sich auf die Hilfsaktionen im Ahrtal nach der Flutkatastrophe. Insgesamt zehn Wörter umfasst die Liste der Gesellschaft für deutsche Sprache. Sieben davon befassten sich laut Ewels mit der Pandemie.

11.08 Uhr: Polizei in Nikosia nimmt vor Papstmesse Mann mit Messer fest

Die Polizei in Zypern hat einen Mann festgenommen, der zum Gottesdienst von Papst Franziskus ein Messer in das Stadion von Nikosia bringen wollte. Der 43-Jährige sei am Einlass gehindert worden, teilte die Polizei mit. Der Nicht-Zyprer habe angegeben, sich mit dem Messer verteidigen zu wollen, hieß es. Weitere Details sind bislang nicht bekannt. Die Feier unter freiem Himmel in der Arena wurde von dem Vorfall nicht beeinträchtigt. Die Organisatoren berichteten von rund 10.000 Gläubigen im Stadion.

10.55 Uhr: Wieler fordert schnelle Umsetzung der Regelverschärfungen

RKI-Präsident Lothar Wieler hat eine sofortige Umsetzung der beschlossenen schärferen Corona-Maßnahmen angemahnt. Die neue Virusvariante Omikron sei in Deutschland angekommen, könne noch ansteckender sein als die Delta-Variante und auch bereits Geimpfte und bereits Genesene leichter infizieren, sagte der Präsident des Robert-Koch-Instituts in Berlin. Deshalb müssten alle gestern entschiedenen Maßnahmen auch flächendeckend umgesetzt werden. "Wir haben keine Zeit zu verlieren, keinen einzigen Tag."

Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte, 2G im Einzelhandel: Merkel, Scholz und Co. erklären die neuen Corona-Regeln

10.47 Uhr: FC Ingolstadt meldet 15 Quarantäne-Ausfälle vor Spiel gegen Rostock

Fußball-Zweitligist FC Ingolstadt beklagt vor dem Auswärtsspiel morgen um 13.30 Uhr beim FC Hansa Rostock nach Corona-Infektionen zahlreiche Ausfälle. Nach sieben positiven PCR-Tests seien insgesamt 15 Personen aus dem "sportlichen Bereich" von der häuslichen Quarantäne betroffen. Wie viele Profis deshalb ausfallen, sagte Profifußball-Manager Malte Metzelder bei einer Video-Pressekonferenz nicht. "Es fällt eine Vielzahl von Spielern aus", erklärte Trainer André Schubert. Der Tabellenletzte muss im Norden mit einer laut Schubert "bunt gemischten" Mannschaft antreten.

10.19 Uhr: Brandanschlag auf Gesundheitsamt in Rheinland-Pfalz

Auf das Gesundheitsamt im rheinland-pfälzischen Altenkirchen ist ein Brandanschlag verübt worden. Die Eingangstür und Teile der Fassade wurden beschädigt, wie die Polizei in Koblenz mitteilte. Das Feuer im Eingangsbereich des Gebäudes konnte aber gelöscht werden. Demnach ereignete sich der Vorfall bereits in der Nacht zum vergangenen Samstag.

Ersten Erkenntnissen zufolge wurde ein flüssiger Brandbeschleuniger benutzt. Die Ermittlungen übernahm das Fachkommissariat für politisch motivierte Kriminalität der Polizei Koblenz. Wegen der gezielten Aktion gegen das Gesundheitsamt schlossen die Beamten ein Tatmotiv im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie nicht aus.

10.16 Uhr: Ende der epidemischen Notlage – Klingbeil räumt Kommunikationsfehler ein

Der designierte SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil hat Fehler bei der Kommunikation der Ampel-Parteien zum Auslaufen der epidemischen Notlage eingeräumt. Es sei der Eindruck entstanden, dass mit dem Ende der epidemischen Lage "auch die Pandemie endet. Darum ging es aber nie", sagte Klingbeil T-online. "Kommunikativ ist das nicht glücklich gelaufen." Trotz steigender Corona-Infektionszahlen war die sogenannte epidemische Lage von nationaler Tragweite am 25. November ausgelaufen.

10.01 Uhr: Taliban veröffentlichen Erlass zu Frauenrechten

Die Taliban haben dreieinhalb Monate nach ihrer Machtübernahme in Afghanistan religiöse Gelehrte und Älteste per Erlass angewiesen, ernsthafte Maßnahmen zur Durchsetzung von Frauenrechten zu ergreifen. "Eine Frau ist kein Eigentum, sondern ein edler und freier Mensch", heißt es darin. So dürfe niemand eine unverheiratete Frau oder eine Witwe zur Heirat zwingen oder sie im Austausch für Frieden oder zur Beendigung einer Feindseligkeit irgendjemandem zur Verfügung stellen. In dem Erlass werden zudem zwei Ministerien sowie die Gerichte dazu aufgefordert, dafür zu sorgen, dass diese Rechte bekanntgemacht und umgesetzt werden. In dem neuen Dekret gibt es keine Angaben zu Rechten von Frauen bezüglich Bildung oder Arbeit. Bislang haben die Islamisten seit der Machtübernahme Mitte August die Rechte von Frauen wieder deutlich eingeschränkt.

9.48 Uhr: Baden-Württemberg verbietet Großveranstaltungen

Großveranstaltungen werden angesichts der sich zuspitzenden Coronakrise in Baden-Württemberg untersagt, wie die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf Regierungskreise berichtet. Demnach werde für sämtliche Veranstaltungen wie Fußballspiele oder Kulturveranstaltungen künftig eine "harte Obergrenze" von 750 Personen gelten. Die Regeln sollen am Samstag in Kraft treten.

9.34 Uhr: 2000 Menschen nach Omikron-Fällen an Schweizer Schule in Quarantäne

Am Genfersee in der Westschweiz sind etwa 1600 Schülerinnen und Schüler sowie 400 weitere Personen wegen zwei Omikron-Fällen in Quarantäne geschickt worden. Die beiden Fälle an einer internationalen Schule stünden im Zusammenhang mit einem Familienmitglied, das von einer Reise aus Südafrika zurückgekehrt sei, berichteten die Gesundheitsbehörden der Kantone Waadt und Genf. Betroffen sind alle, die sich in Founex, an einem der drei Standorte der Internationalen Schule Genf, aufgehalten haben. Founex liegt etwa 25 Kilometer nördlich von Genf am Genfersee. Die Quarantäne wurde für zehn Tage angeordnet und alle müssen PCR-Tests machen.

9.19 Uhr: Europarat leitet Strafverfahren gegen Türkei wegen Fall Kavala ein

Der Europarat hat wegen der anhaltenden Inhaftierung des türkischen Kulturförderers und Menschenrechtsaktivisten Osman Kavala ein Strafverfahren gegen die Türkei eingeleitet. Das Ministerkomitee des Europarats in Straßburg stimmte für die Einleitung des Verfahrens, wie das Gremium mitteilte. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hatte im Dezember 2019 Kavalas Freilassung angeordnet, das Urteil wurde jedoch von der türkischen Regierung ignoriert.

8.59 Uhr: Corona-Inzidenz in Sachsen steigt – weiter bundesweiter Hotspot

Die Corona-Inzidenz in Sachsen ist wieder gestiegen. Das Robert-Koch-Institut gab die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen mit 1224,7 an. Gestern lag der Wert bei 1180,1, am Mittwoch bei 1209,4. Der Freistaat bleibt somit den RKI-Daten zufolge mit Abstand der Corona-Hotspot Deutschlands, gefolgt von Thüringen (1013,6) und Sachsen-Anhalt (757,2)

Fast alle Kreise und Städte in Sachsen lagen mit ihren Inzidenzen laut RKI über der 1000er-Schwelle. Lediglich die Landkreise Nordsachsen (992,2), Zwickau (962,1) und der Vogtlandkreis (961,1) sowie die Stadt Leipzig (696,9) bewegten sich noch darunter. Die höchste bundesweite Inzidenz hat den Angaben zufolge der Landkreis Mittelsachsen (2062,5).

8.19 Uhr: Frankreich meldet neun Omikron-Fälle

Auch in Frankreich steigt die Zahl der Infektionsfälle mit der neuen Omikron-Variante des Coronavirus. Wie das Gesundheitsministerium am Morgen mitteilte, wurden inzwischen neun Fälle bestätigt. Betroffen sind demnach fünf Regionen auf dem Festland sowie das französische Überseegebiet La Réunion.

7.54 Uhr: NFL-Profi Brown für gefälschten Impfausweis drei Spiele gesperrt

Football-Profi Antonio Brown ist von der amerikanischen Liga NFL für drei Spiele gesperrt worden. Der Wide Receiver der Tampa Bay Buccaneers hat gegen die Corona-Vorschriften der Liga verstoßen, da sich Brown ihren Angaben zufolge einen gefälschten Impfausweis besorgt hatte. Neben Brown sind einer Mitteilung zufolge auch dessen Teamkollege Mike Edwards sowie der vertragslose John Franklin III. für den gleichen Verstoß für drei Spiele gesperrt worden. US-Medienberichten zufolge habe ein ehemaliger Koch Browns angegeben, dass sich der Buccaneers-Spieler während der Saisonvorbereitung einen gefälschten Impfausweis zugelegt habe. Brown hatte sich kurz darauf dafür entschieden, sich doch gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

5.20 Uhr: Gorillas will Stundenlohn ab Januar auf zwölf Euro anheben

Der Essenslieferdienst Gorillas will noch vor einer gesetzlichen Regelung den Stundenlohn für seine Fahrerinnen und Fahrer von derzeit 10,50 Euro ab Januar auf 12 Euro anheben. Der Bonus, den die sogenannten Rider pro Lieferung erhalten, soll dann zudem von vier auf fünf Euro steigen, wie das Unternehmen mitteilte. Allerdings gelten die neuen Regelungen nur für die Fahrerinnen und Fahrer und nicht für andere Beschäftigte etwa in den Lagern. Dort gälten andere Vergütungsmodelle, sagte Gorillas Deutschlandchef Alexander Brunst der Deutschen Presse-Agentur. Die künftige Bundesregierung aus SPD, Grünen und FDP will den Mindestlohn bundesweit für alle Branchen auf zwölf Euro anheben. Wann das Vorhaben Reaalität sein wird, ist noch nicht klar.

5.16 Uhr: New York und Australien registrieren erste Fälle der Omikron-Variante

Der US-Bundesstaat New York hat die ersten Fälle der Omikron-Variante des Coronavirus registriert. "Der Staat New York hat fünf Fälle der Omikron-Variante bestätigt", erklärte Gouverneurin Kathy Hochul auf Twitter. Weitere Fälle wurden aus Los Angeles sowie Hawaii gemeldet. Damit erhöhte sich die Gesamtzahl der bestätigten Fälle in den USA auf zehn. 

Auch Australien meldete, dass ein Student in Sydney, der noch nie ins Ausland gereist war, positiv auf die Variante getestet wurde. Bei vorher entdeckten Fällen hatte es jeweils einen Bezug zu Auslandsreisen gegeben. Insgesamt wurden mittlerweile in mehr als zwei Dutzend Staaten weltweit Omikron-Infektionen gemeldet.

4.57 Uhr: Baldwin streitet Verantwortung für tödlichen Schuss auf Kamerafrau ab

Nach dem tödlichen Schuss auf die Kamerafrau Halyna Hutchins an einem US-Filmset hat der Schauspieler Alec Baldwin jegliche Verantwortung  abgestritten. Jemand sei für das Unglück verantwortlich, "aber ich weiß, dass ich es nicht bin", sagte Baldwin in einem Interview mit dem Sender ABC News. Er fügte hinzu: "Wenn ich mich verantwortlich fühlen würde, hätte ich mich vielleicht umgebracht".

4.15 Uhr: RKI registriert 74.352 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz steigt wieder

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist nach einem leichten Rückgang an den drei Tagen zuvor nun wieder gestiegen. Das Robert-Koch-Institut gab den Wert mit 442,1 an, am Vortag lag er bei 439,2, vor einer Woche bei 438,2. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 74.352 Corona-Neuinfektionen. Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI mit 5,47 an.

4.01 Uhr: Behörde warnt vor krankmachenden Bakterien im Mehl

Von rohem Keksteig sollten Plätzchenbäcker dieser Tage besser nicht naschen: Lebensmittelkontrolleure haben in Weizenmehl krankmachende Bakterien nachgewiesen. In 22 von insgesamt 242 untersuchten Proben aus Mühlenbetrieben (gut 9 Prozent) wiesen sie im vergangenen Jahr sogenannte STEC-Bakterien nach, wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) mitteilte. Diese können schwere Darmentzündungen hervorrufen. Beim Backen würden mögliche Keime abgetötet – das Knabbern fertiger Kekse ist also kein Problem.

3.36 Uhr: US-Senat verhindert Haushaltssperrre in letzter Minute

Der US-Kongress hat in letzter Minute einen Übergangshaushalt verabschiedet und somit eine drohende Haushaltssperre verhindert. Zuvor hatte bereits das Repräsentantenhaus grünes Licht gegeben. Der Übergangshaushalt stellt eine Finanzierung der Bundesbehörden bis zum 18. Februar sicher. Vor der Abstimmung hatten einige republikanische Senatoren damit gedroht, die Abstimmung zu torpedieren. Sie wollten Biden zu Zugeständnissen beim Kampf gegen die Corona-Pandemie zwingen. Hätten sich die Senatoren nicht auf den Entwurf einigen können, hätten in der kommenden Nacht zahlreiche Bundesbehörden schließen und hunderttausende Staatsbedienstete in den unbezahlten Urlaub gehen müssen.

3.08 Uhr: Rollendes Auto klemmt Frau ein – tot

Bei einem tragischen Verkehrsunfall ist eine Frau in der südhessischen Gemeinde Seeheim-Jungenheim zwischen zwei Autos eingeklemmt und tödlich verletzt worden. Wie die Polizei heute mitteilte, stieg ein 58-jähriger in sein am Hang geparktes Auto. Das Automatikfahrzeug rollte daraufhin auf der steilen Straße rund zwei Meter rückwärts. Dabei erfasste es eine 79-Jährige und klemmte sie zwischen dem rückwärts rollenden Fahrzeug und einem weiteren geparkten Auto ein. Laut Polizei löste der Mann vermutlich die Handbremse und beschleunigte nicht ausreichend, um das Rollen des Autos zu verhindern. Die Frau erlag im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen.

2.38 Uhr: 22,5 Grad – Neuer Winter-Temperaturrekord im Westen Kanadas

Eine Region im Westen Kanadas hat einen neuen Temperaturrekord im Winter aufgestellt. In Penticton, einer Stadt im Zentrum der Provinz British Columbia, wurde am Mittwoch eine Höchsttemperatur von 22,5 Grad Celsius gemessen. "Das ist ein Rekord, oder besser gesagt, es ist rekordverdächtig", sagte der Meteorologe Armel Castellan von der Wetterbehörde Environment Canada jetzt der Nachrichtenagentur AFP.

Penticton liegt ein paar hundert Kilometer südöstlich von Lytton. Lytton erlangte im Sommer internationale Aufmerksamkeit, weil es einen neuen kanadischen Hitzerekord von 49,6 Grad Celsius aufstellte, bevor es Tage später von einem Feuer heimgesucht wurde, bei dem mindestens zwei Einwohner ums Leben kamen. Bei der historischen Hitzewelle, die auf den Klimawandel zurückzuführen ist, kamen in der gesamten Provinz hunderte Menschen ums Leben.

1.33 Uhr: Omikron-Variante erhöht laut vorläufiger Studie Risiko erneuter Ansteckung

Einer vorläufigen Studie aus Südafrika zufolge ist bei der Omikron-Variante des Coronavirus das Risiko, sich erneut anzustecken, im Vergleich zu den Delta- oder Beta-Stämmen dreimal größer. Die Arbeit basiert auf vom südafrikanischen Gesundheitssystem gesammelten Daten und wurde auf einen sogenannten Preprint-Server hochgeladen. Das bedeutet, dass sie noch nicht von Fachkollegen geprüft wurde.

Zuvor hatte bereits die Infektiologin Anne von Gottberg von Südafrikas Nationalem Institut für übertragbare Krankheiten bei einer Pressekonferenz der Weltgesundheitsorganisation gesagt, dass eine überstandene Corona-Infektion nicht vor einer Infektion mit der neuen Omikron-Variante schütze. "Wir glauben jedoch, dass die Impfstoffe immer noch vor schweren Erkrankungen schützen", fügte sie hinzu.

1.17 Uhr: Arbeitsminister Heil will offenbar neue Regeln für Homeoffice schaffen

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will einem Bericht zufolge das Arbeiten im Homeoffice unterstützen. "Mit der neuen Bundesregierung werden wir den Menschen den Rücken stärken, die auch nach Corona gelegentlich oder häufiger mobil arbeiten wollen", sagte der SPD-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Wir schaffen einen Rechtanspruch für die Beschäftigen, mit dem Arbeitgeber konkret über ihren Homeoffice-Wunsch zu sprechen, einen sogenannten Erörterungsanspruch." Nehme der Arbeitgeber keine Stellung, werde der Homeoffice-Wunsch zum Anspruch. Der Arbeitgeber könne einen Homeoffice-Wunsch aus betrieblichen Gründen aber ablehnen, so Heil, "aber eben nicht willkürlich, sondern mit einer plausiblen Begründung".

0.51 Uhr: US-Astronauten ersetzen bei Außeneinsatz kaputte Antenne an ISS

Zwei US-Astronauten haben bei einem Außeneinsatz ein defektes Antennensystem an der Internationalen Raumstation ISS ersetzt. Thomas Marshburn und Kayla Barron verließen die ISS dafür rund 6 Stunden und 30 Minuten lang, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte. Der Einsatz – Barrons erster und Marshburns fünfter – sei erfolgreich verlaufen. Er war eigentlich bereits für Dienstag geplant gewesen, aber wegen der Gefahr von Trümmern im Weltall verschoben worden. Um welche Art von Trümmern es sich handelte, wurde nicht mitgeteilt.

Vor rund zwei Wochen hatte sich die ISS-Besatzung wegen einer befürchteten Kollision mit Weltraumschrott in zwei an der Station angedockten Raumschiffen in Sicherheit bringen müssen. Einen Tag später hatte Russland bestätigt, sein Militär habe eine Anti-Satelliten-Rakete getestet und einen ausgedienten Satelliten abgeschossen. International gab es viel Kritik, Russland habe damit die Sicherheit der ISS gefährdet.

0.15 Uhr: US-Regierung nimmt erste Hürde im Kampf gegen Shutdown

Die US-Regierung hat die erste Hürde im Kongress genommen, um eine drohende Haushaltssperre zu verhindern. Die demokratische Mehrheit im Repräsentantenhauses verabschiedete einen Übergangshaushalt, der eine Finanzierung der Bundesbehörden bis zum 18. Februar sicherstellt. Der Entwurf wird nun dem Senat vorgelegt, der ebenfalls zustimmen muss. Einige republikanische Senatoren könnten das Vorhaben allerdings torpedieren. Sie wollen US-Präsident Joe Biden zu Zugeständnissen beim Kampf gegen die Corona-Pandemie zwingen.

mad / rw DPA AFP

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