Magier David Blaine "Im Leiden Schönheit finden"


Es ist kein Goldfisch, der da im Aquarium blubbert, sondern der Magier David Blaine. Seit sechs Tagen lebt er ununterbrochen unter Wasser - seine Haut fühlt sich schon an "wie von Nadeln durchbohrt".

Der Magier David Blaine, 33, ist nach knapp einer Woche in einem mannsgroßen Aquarium voll Wasser entschlossen, seinen gefährlichen Stunt bis zum Ende durchzuziehen. Nach US- Medienberichten vom Samstag sind Ärzte aber über den Zustand von Blaines durchweichter Haut und die zunehmende Schwäche des Amerikaners besorgt. Blaine räumte ein, dass seine Haut sich wie "ständig von Nadeln durchbohrt" anfühle. Am Montagabend (Ortszeit) sollte die umstrittene Aktion vor der Metropolitan Opera in New York nach sieben Tagen zu Ende gehen.

Der amerikanische Fernsehsender ABC will das Finale am Montag live ausstrahlen. Nach einer Woche ohne Schlaf und ohne feste Nahrung unter Wasser, nur mit Sauerstoff und Infusionen für den Flüssigkeitsbedarf versorgt, will Blaine am Ende auch noch einen Rekord im Luftanhalten aufstellen, während er sich aus schweren Ketten befreit. Seit Januar hat er 23 Kilogramm abgenommen, um auf die enorme körperliche Belastung durch das Leben unter Wasser besser vorbereitet zu sein.

"Deine Hände sehen seltsam aus"

Zehntausende Schaulustige haben Blaines gläserne Goldfischkugel besucht, darunter auch Hollywoodstars wie Colin Farrell, Matt Dillon und Courteney Cox. Einige spornten den Aktionskünstler mit handgeschriebenen Botschaften zum Durchhalten an, während Blaine seine verschrumpelten Hände an die Glasscheibe presste.

"Deine Hände mit den vielen Falten sehen seltsam aus", bemerkte ein siebenjähriges Mädchen in einer Notiz auf Blaines Webseite. "Sei vorsichtig. Du bist eine große Inspiration für mich", schrieb ein anderer Fan.

Blaine hat schon öfter in ähnlicher Weise auf sich aufmerksam gemacht. 1999 verbrachte er sieben Tage in einem Glassarg unter der Erde. Ein Jahr später hielt er in New York 62 Stunden in einem Eisblock aus. 2003 verbrachte er 44 Tage ohne Nahrung in einem Glaskasten gegenüber der Tower Bridge in London und lockte damit eine Viertelmillion Schaulustige an. Nach eigenen Worten geht es ihm darum, "im Leiden Schönheit zu finden".

DPA DPA

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