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Miss Thailand: Schönheitskönigin gibt Krone ab

Gar nicht schön: Auf Facebook forderte Miss Thailand die Hinrichtung aller Anhänger der ehemaligen Regierungschefin. Nun verzichtet sie auf den Titel - angeblich wegen Kritik an ihrem Kommentar.

Weluree Ditsayabut erntete nach ihrer Miss-Wahl im vergangenen Monat böse Kommentare - die sich allerdings meistens auf ihre Erscheinung bezogen

Weluree Ditsayabut erntete nach ihrer Miss-Wahl im vergangenen Monat böse Kommentare - die sich allerdings meistens auf ihre Erscheinung bezogen

Nach umstrittenen Kommentaren zur politischen Krise in ihrem Land hat Thailands Kandidatin für die diesjährige Wahl der Miss Universe ihre Schönheitskrone zurückgegeben. Aufgrund der heftigen Reaktionen auf ihre Äußerungen habe sie sich entschieden, auf ihren Titel als Miss Thailand zu verzichten, teilte Weluree Ditsayabut am Montag auf einer Pressekonferenz mit.

Die 22-Jährige, die auch eine bekannte Schauspielerin ist, hatte im vergangenen Jahr während des Machtkampfs zwischen Regierung und Opposition auf Facebook die "Hinrichtung" aller Anhänger der damaligen Regierungschefin Yingluck Shinawatra gefordert. "Thailand ist dreckig, weil es Leute gibt, die unsere Monarchie loswerden wollen", erklärte sie. Obwohl der Beitrag seit längerem gelöscht ist, erntete Weluree nach ihrer Miss-Wahl im vergangenen Monat böse Kommentare - die sich allerdings meistens auf ihre Erscheinung bezogen.

"Sie läuft wie ein Bierfass", hieß es auf einer Anti-Weluree-Facebook-Seite. "Ihre Figur, ihr Gesicht und Benehmen - der Titel steht ihr einfach nicht zu", lautete ein weiterer Beitrag. Weluree sagte nun, sie habe es nicht mehr mitansehen können, wie unglücklich ihre Mutter über die Kommentare gewesen sei. Die Organisatoren des thailändischen Wettbewerbs kündigten an, Äußerungen und Verhalten von Bewerberinnen künftig schon im Vorfeld strikter zu kontrollieren. Wer Nachfolgerin der 22-Jährigen wird, war zunächst unklar.

Nach monatelangen politischen Unruhen mit fast 30 Toten hat inzwischen das thailändische Militär die Macht übernommen. Wahlen sollen nach Angaben der Armeeführung frühestens in 15 Monaten abgehalten werden.

ivi/AFP / AFP
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?