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Nach 50 Jahren in Ketten: Der weinende Elefant Raju lächelt wieder

Ein halbes Jahrhundert wurde Raju misshandelt und in Ketten gehalten. Bei seiner Rettung weinte der Elefant und rührte mit den Tränen die ganze Welt. Nun hat er ein schönes neues Zuhause gefunden.

Die Tierschützer der Organisation Wildlife S.O.S konnten es kaum fassen, als der Elefant Raju bei seiner Befreiung im Juli dieses Jahres Tränen vergoss. 50 Jahre lang wurde er von seinem Besitzer misshandelt. Ketten mit langen Dornen hielten das Tier gefangen und machten jede Bewegung zu einer Qual. "Das ganze Team war verblüfft über die Tränen, die ihm während der Befreiungsaktion herunterliefen", sagte Pooja Binepal von Wildlife S.O.S damals der Daily Mail. "Es war für uns alle ein sehr emotionaler Moment. Und wir wussten in unseren Herzen, dass er realisierte, dass er befreit wird."

Die Dornenketten hinterließen Wunden, die wohl nie ganz verheilen werden. Aber die Tierschützer im "Elephant Conservation and Care Center" geben ihr Bestes, um Raju zu helfen. Sie pflegen nicht nur seine körperlichen Verletzungen, sondern bemühen sich auch, seine traumatischen Erlebnisse vergessen zu machen.

Und Raju scheint auf dem besten Weg der Besserung. Auf den neuesten Bildern, die die Organisation auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht, sieht man Raju wieder lachen. Sichtlich vergnügt genießt Raju auf den Aufnahmen ein Bad im Pool oder spielt mit seinen Artgenossen.

Das "Elephant Conservation and Care Center" ist ein Auffanglager für Elefanten, die Jahrzehntelang harte Arbeit verrichten mussten und oft gequält wurden. Hier können sie ihren Ruhestand in Frieden und Sicherheit verbringen. Die majestätischen Tiere genießen in der Einrichtung gute ärztliche Versorgung, häufige Bäder und eine nährstoffreichen Diät - beste Voraussetzungen für ein artgerechtes, glückliches Elefantenleben.

Ellen Ivits
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