Nach Hungerstreik Bürgerechtlerin Haidar darf nach Marokko


Nach einem Monat im Hungerstreik in Spanien und einem Krankenhausaufenthalt auf Lanzarote ist die aus der Westsahara stammende Menschenrechtsaktivistin Aminatu Haidar in ihre Heimat Marokko zurückgekehrt.

Nach einem einmonatigen Hungerstreik in Spanien ist die aus der Westsahara stammende Menschenrechtsaktivistin Aminatu Haidar in ihre Heimat zurückgekehrt. Ein auf der spanischen Kanareninsel Lanzarote gestartetes Flugzeug landete am Freitagmorgen auf dem Flughafen von Laâyoune in der Westsahara, wie marokkanische Behörden mitteilten. Nach Polizeiangaben wurde sie auf dem Flughafen von Angehörigen empfangen. Haidar hatte am Donnerstagabend ein Krankenhaus auf Lanzarote verlassen, in das sie durch den Hungerstreik geschwächt auf eigenen Wunsch eingeliefert worden war.

Haidar protestierte mit ihrem Hungerstreik dagegen, dass ihr die marokkanischen Behörden nach der Teilnahme an einer Preisverleihung in den USA die Wiedereinreise verweigert hatten. Zur Begründung hieß es, Haidar leugne ihre marokkanische Identität. Seit der Abschiebung durch Marokko hielt sich Haidar auf dem Flughafen von Lanzarote auf.

Wie der französische Präsidentenpalast am Donnerstagabend erklärte, hatte Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy während eines Gesprächs mit Marokkos Außenminister Taib Fassi Fihri am Dienstag in Paris die marokkanische Regierung darum gebeten, Haidar ihren Reisepass zurückzugeben, um ihre Rückkehr zu ermöglichen. Demnach teilte Marokkos König Mohamed VI. Sarkozy am Donnerstag mit, dass sein Land der Rückkehr Haidars zustimme.

AFP AFP

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