Die Kugel Eis, die sich Brandy Buckley im September 2018 kaufte, bescherte ihr eine böse Überraschung, gesundheitliche Probleme und letztlich 14,1 Millionen US-Dollar.
In einem Geschäft der Eisdielenkette „Bruster’s“ in Florida gönnte sich die 43-Jährige ein Butter-Pekannuss-Eis. Doch darin befanden sich „unnatürliche Fremdkörper“, wie es in der Klage, die Buckley später einreichte, heißt. Das Eis sei mit Nägeln und kleinen Metallsplittern durchsetzt gewesen. Auch ihr Sohn habe davon gegessen.
Nägel im Eis machten sie unfruchtbar
„Als ich schluckte, merkte ich, dass etwas in meiner Kehle stecken blieb“, schilderte sie dem Lokalsender WESH-TV die Szene. Zuerst dachte die US-Amerikanerin an eine Pekannuss. Eine Röntgenaufnahme bestätigte allerdings, dass es sich um einen Nagel handelte. Dieser war im gefrorenen Eis eingeschlossen und mit dem bloßen Auge nicht zu sehen gewesen.
Für Buckley begann eine Leidenszeit mit zahlreichen Arztbesuchen und gesundheitlichen Problemen. Zwar konnten ein Nagel und etliche Metallsplitter entfernt werden. Die Eingriffe führten jedoch zu Komplikationen, unter anderem inneren Blutungen und Thrombose. Buckley erlitt Verletzungen an Kopf, Hals, Gliedmaßen und Nervensystem, trug zudem Narben und Entstellungen davon. Ein Blutgerinnsel sorgte dafür, dass Buckley keine Kinder mehr bekommen kann.
Jury entscheidet auf Millionen-Entschädigung
2019, im Jahr nach dem Vorfall, erhob Brandy Buckley in Florida Klage gegen die Eiskette – und erhielt in der vergangenen Woche eine Entschädigung, mit der sie nicht gerechnet hatte. Ursprünglich hatten sie und ihr Mann lediglich auf 15.000 US-Dollar geklagt, um damit die Behandlungskosten abdecken zu können. Die Jury aber sprach ihr 14,1 Millionen Dollar zu – umgerechnet rund 12,2 Millionen Euro.
„Es war schockierend. Ich habe angefangen zu weinen“, sagte Buckley. „Es hat acht Jahre gedauert, um hierherzukommen.“ Ihr Anwalt John Alpizar erklärte: „Dieses Urteil spiegelt die Schwere des Schadens wider, den unsere Mandantin erlitten hat.“
Quellen: WESH-TV, Gerichtsdokumente, Anwaltskanzlei Alpizar Law