Neuseeland
Hündin wartet in der Wildnis eine Woche auf verletzte Besitzerin

Felsige Landschaft in Neuseeland
Hündin Molly blieb in Neuseeland in unwirtlichem Gelände zurück
© colin flynn / 500px / Getty Images
In der rauen Bergwelt Neuseelands hat eine Border-Collie-Hündin eine Woche lang allein ausgeharrt. Dank einer aufwendigen Rettungsaktion überlebte sie.

Die Hündin Molly war gemeinsam mit ihrer Besitzerin auf einer Wanderung unterwegs, als das Unglück geschah. In abgelegenem Gelände stürzte die Frau rund 55 Meter in die Tiefe. Schwer verletzt wurde sie per Hubschrauber geborgen. Von Molly fehlte jedoch jede Spur.

Das Gebiet im Westen der Südinsel gilt als extrem unzugänglich. Es ist geprägt von dichtem Busch, steilen Felsen und Wasserfällen. Die Chancen, einen Hund dort lebend wiederzufinden, galten als verschwindend gering. Dass die Rettung dennoch gelang, lag vor allem an dem kleinen Familienunternehmen Precision Helicopters, berichtet der „Guardian“.

Helikopterpiloten aus Neuseeland sammeln Spenden

Lillian Newton, die zusammen mit ihrem Vater für die Helikopterfirma fliegt, hatte das „Bauchgefühl”, dass die Hündin immer noch am Leben sei. Es fehlte jedoch an Geld für eine Rettungsmission. Rettungseinsätze für Tiere müssen in Neuseeland privat finanziert werden, und ein Helikopter kostet pro Minute etwa 50 neuseeländische Dollar.

Also wandte sich das Team, in Absprache mit der Besitzerin, an die Öffentlichkeit – und hatte damit durchschlagenden Erfolg. Innerhalb weniger Stunden kamen mehr als 11.000 neuseeländische Dollar (ca. 5400 Euro) an Spenden zusammen, genug, um mehrere Suchflüge zu finanzieren. Das war ungefähr das Fünffache dessen, womit die Helikopterpiloten gerechnet hatten.

Erfahrene Piloten und Freiwillige machten sich schließlich auf die Suche, eine Helferin brachte eine Wärmebildkamera mit. Das Team flog direkt die Stelle, wo Mollys Besitzerin gestürzt war, an – und wurde sofort fündig. Offenbar hatte die Hündin an Ort und Stelle eine Woche lang darauf gewartet, dass ihre Besitzerin zurückkehrt.

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Besitzerin bricht sich den Ellenbogen

Ein Retter wurde per Seil abgesetzt, lockte die Hündin mit Futter und trug sie schließlich zurück zum schwebenden Hubschrauber. Auf Facebook veröffentlichte Precision Helicopters Videoaufnahmen der Rettungsaktion. Darauf ist zu sehen, wie Molly erschöpft, aber unverletzt unter dem Arm des Retters hängt.

Die Chancen auf eine Rettung seien so hoch wie auf einen Lottogewinn gewesen, sagte Lillian Newton dem „Guardian”: „Es ist großartig, dass sich alles gelohnt hat.” Mollys Besitzerin brach sich bei ihrem Sturz den Ellenbogen, kann aber zumindest erleichtert sein, dass ihre Hündin gefunden wurde.

epp

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