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Nordrhein-Westfalen: Tornados richten schwere Schäden an

Starke Unwetter haben in der Nacht zu Donnerstag in Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen Schäden verursacht. Wegen Blitzeinschlägen gerieten mehrere Dachstühle in Brand, die Feuerwehr rückte wegen vollgelaufener Keller aus. Im nordrhein-westfälischen Hille und Warendorf richteten zwei Tornados schwere Verwüstungen an.

Starke Unwetter haben am Mittwochabend und in der Nacht zu Donnerstag in Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen teils schwere Schäden verursacht. So gerieten wegen Blitzeinschlägen gleich mehrere Dachstühle in Brand, die Feuerwehr rückte verstärkt wegen vollgelaufener Keller und überfluteter Straßen aus. Im nordrhein-westfälischen Hille und Warendorf richteten zwei Tornados schwere Verwüstungen an. Drei Menschen wurden bei Verkehrsunfällen leicht verletzt.

Im münstlerländischen Warendorf verursachte die Windhose, die über den östlichen Stadtrand zog, nach Polizeiangaben erhebliche Sachschäden. Drei parkende Pkw wurden unter umgestürzten Bäumen begraben, Personen wurden jedoch nicht verletzt. Bei mehreren Gewerbebetrieben richtete der Tornado teilweise erhebliche Sachschäden an.

In Hille im Kreis Minden-Lübbecke gab es in einer etwa vier Kilometer langen Schneise erhebliche Verwüstungen. Dabei wurden mehrere Häuser schwer beschädigt, Dächer abgedeckt, Schornsteine umgeworfen und Autos durch herabfallende Ziegel und umgestürzte Bäume beschädigt. Zahlreiche kleinere Straßen waren durch umgeknickte Bäume und umgerissene Verkehrszeichen teilweise blockiert. Verletzte gab es jedoch keine. Der angerichtete Schaden geht nach ersten Schätzungen der Polizei in die Hunderttausende.

Gleich vier Mal binnen einer guten Viertelstunde krachte es am Mittwochabend wegen Starkregens auf der A 44 in Fahrtrichtung Dortmund. Drei Menschen wurden dabei leicht verletzt, der Sachschaden beläuft sich auf rund 70.000 Euro.

In Frankfurt am Main musste die Feuerwehr zu rund 90 Einsätzen ausrücken. Vollgelaufene Keller, überflutete Straßen und Unterführungen mussten dabei vom Wasser befreit werden.

Bis einschließlich Freitag muss noch mit teils starken Gewittern und Starkregenfällen gerechnet werden, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte. Die Temperaturen erreichen Werte zwischen 24 und 29 Grad. Nur an der Küste wird es etwas kühler.

Am Wochenende ändert sich dann die Wetterlage durch ein Tief über Skandinavien, das von Nordwesten her eine Kaltfront nach Deutschland schickt. Im Süden hält sich am Samstag noch die Warmluft, es wird aber nicht mehr so heiß wie in den vergangenen Tagen. Weiterhin muss aber mit Gewittern und Regenschauern gerechnet werden. Die Temperaturen sinken dann am Sonntag auf um die 20 Grad.

APN / APN