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Peinliche Panne: Airline erhebt Gepäckgebühr für Prothesen

Ein Billigflieger wollte von einem doppelt beinamputierten Passagier Extra-Gebühren haben, weil dieser seine beiden Prothesen mitnehmen wollte. Die Fluggesellschaft argumentierte, dass ein Rollstuhl kostenlos zur Verfügung gestanden habe. Letztlich zog sie aber den Kürzeren.

Ein doppelt beinamputierter Mann hat sich im Streit um eine Extra-Gepäckgebühr für seine Ersatzprothesen gegen die britische Billigfluglinie Jet2 durchgesetzt. Ursprünglich sollte der 47-jährige Engländer für einen Flug nach Mallorca eine zusätzliche Gebühr von zehn Pfund (knapp 13 Euro) für seine Erstatzprothesen bezahlen, obwohl die Mitnahme eines Rollstuhls umsonst gewesen wäre.

Aus Ärger über die Fluggesellschaft, die sich auf ihre Richtlinien berufen hatte, wandte sich der Mann an die Öffentlichkeit. Die Airline entschuldigte sich am Mittwoch bei dem 47-Jährigen, der seine Beine vor zwei Jahren durch eine Meningokokken-Vergiftung verloren hatte. Jet2 habe seine Richtlinien nun überarbeitet. Dem Mann wurde ein Freiflug angeboten, sagte ein Unternehmenssprecher.

DPA / DPA
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