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Das Geld liegt auf dem Boden: Pfandsammler verdient bei Rock am Ring mehrere tausend Euro

Bei Rock am Ring 2019 feierten am vergangenem Wochenende rund 85.000 Besucher ihre Lieblingsbands und Künstler. Der Eine oder Andere kam jedoch aus einem ganz anderen Grund: Weil das Geld auf dem Boden lag. 

Pfand beim Rock am Ring 2019

Für Pfandsammler sind Festivals ein lukratives Geschäft. So auch Rock am Ring am vergangenem Wochenende. 

Picture Alliance

Fans feierten am Wochenende zu Slipknot, Tool, The BossHoss und vielen weiteren Künstlern aus Heavy-Metal, Rock und Hip Hop. Dabei wurde bei Rock am Ring 2019 lautstark gesungen, getanzt und natürlich auch getrunken. Etliche interessierten sich dabei nicht für das Pfand, warfen ihre Flaschen arglos auf den Boden - anders als der 37-jährige Duisburger Cem*. 

Cem besucht jedes Jahr das Rock am Ring Festival. Gemeinsam mit seiner Mutter sammelt er dort jährlich das Geld vom Boden auf, verriet er RTL. Mit einem Laster fuhr er zum Gelände und füllte ihn immer wieder bis zum Rand mit Leergut. 

Bis zu 23.000 Euro Pfand bei Rock am Ring

Im ersten Jahr hätte Cem rund 23.000 Euro an Pfand gesammelt, sagte er dem Fernsehsender. Im Laufe der Jahre wäre es weniger geworden, weil er mehr Konkurrenz gehabt hätte. Beim diesjährigen Rock am Ring hatte Cem nach eigenen Angaben nach drei Fuhren rund 3000 Euro ergattert. Wie viel er am Ende zusammensammelte, war zum Zeitpunkt der TV-Reportage noch unklar. 

Der steuerliche Grundfreibetrag liegt bei 8472 Euro, das sind etwa 290 Bierflaschen pro Tag. Eine Menge, die die wenigsten Pfandsammler aufbringen können. Bei Festival-Sammlern sieht das jedoch schon anders aus. Cem müsse seine Einkünfte versteuern, sagte er dem Sender. 

Im benachbarten Supermarkt muss er zur Abgabe einen Termin vereinbaren. "Wir wissen dann ungefähr wie viel Dosen mitgebracht werden und können dann planen, wie viel Zeit der Mitarbeiter braucht und wie viel Geld für den Kunden da sein muss, erklärte die Inhaberin gegenüber RTL. 

* Hinweis: Der Name und Wohnort wurden von der TV-Redaktion geändert. Dies war im Quellen-Artikel zunächst jedoch nicht kenntlich gemacht worden.

Quellen: "RTL""Der Westen" (I), (II

deb