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Privater Versorgungsflug zur ISS: "Dragon" bringt High-Tech und Vanilleeis ins All

Die Space Shuttles sind in Rente - nun ist erstmals eine Versorgungskapsel mit einer privaten Rakete zur Raumstation ISS gestartet. Unter anderem an Bord: Kleidung, medizinische Proben und Speiseeis.

Gut ein Jahr nach dem Ende der Space-Shuttle-Programmes der USA ist eine Versorgungskapsel für die Raumstation ISSmit Hilfe einer privaten Rakete ins All gebracht worden. Die etwa 50 Meter lange Rakete vom Typ "Falcon 9" hob am Sonntagabend vom Raumfahrtzentrum in Cape Canaveral in Florida ab. Die unbemannte Kapsel "Dragon" soll die ISS am Mittwoch erreichen. An Bord befinden sich Nahrungsmittel, Kleidung und Gegenstände für wissenschaftliche Experimente. In einem Kühlschrank werden medizinische Proben transportiert.

Die Firma Space Exploration Technologies erprobte bereits im Mai einen Versorgungsflug zur ISS und darf nun insgesamt zwölf Frachtflüge die US-Raumfahrtbehörde Nasa unternehmen. Der Auftrag hat ein Volumen von 1,6 Milliarden Dollar. Die USA stellten im vergangenen Jahr ihre Flüge mit den Space Shuttles ein und beauftragt nun Unternehmen mit den Flügen.

Schoko-Vanille-Eis für die Crew

Für die Astronauten in der Raumstation hat "Dragon" noch etwas ganz Besonderes dabei: Es gibt "fliegende Eiscreme", verriet Nasa-Programm-Manager Michael Suffredini. "Wir versuchen, etwas 'Bonus-Essen' für die Crew mit hochzuschicken."

Dafür, dass die Vanille-Eiscreme mit der Schokosauce auf dem dreitägigen Flug zur Station nicht schmilzt, sorgt ein Kühlschrank im Bauch des Drachen. Er soll auf dem Rückweg Urin- und Blutproben für einige Experimente kühlen. "Wir sind sehr aufgeregt", erklärte SpaceX-Chefin Gwynne Shotwell Journalisten. "Zum ersten Mal haben wir elektronische Ladung an Bord."

lin/DPA/Reuters / DPA / Reuters
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