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Protestaktion: Mann zahlt Strafe mit 30.000 Ein-Cent-Münzen

Staunen beim Wuppertaler Amtsgericht: Ein Mann hat seine Geldstrafe mit knapp 30.000 Ein-Cent-Münzen beglichen, die er einfach im Nachtbriefkasten deponierte. Aus Ärger, wie er zugab. Die Wachtmeister hatten anschließend viel zu schleppen, wogen die Münzen doch 67 Kilogramm.

Aus Ärger über einen Bußgeldbescheid hat ein Mann den Nachtbriefkasten des Wuppertaler Amtsgerichts mit 29.292 Ein-Cent-Stücken ohne Verpackung gefüllt und seine Strafe auf diese Weise ordnungsgemäß beglichen. Er habe 292,92 Euro zahlen müssen, weil er für einen Häftling Briefe aus der Untersuchungshaft geschmuggelt habe, sagte eine Gerichtssprecherin am Dienstag. Sie bestätigte damit einen Bericht der "Westdeutschen Zeitung".

Wachtmeister mussten die 67 Kilogramm schweren Münzen am Montagmorgen in zwei gelbe Postbriefkästen umfüllen, um das Geld zur Düsseldorfer Landeszentralbank transportieren zu können. Hier seien die Münzen gezählt und ordnungsgemäß eingezahlt worden. Die Summe habe gestimmt. Die Behörde habe den ungewöhnlichen Zahlungsweg akzeptiert und das Geld nicht zurückgeschickt. "Bei dem Gewicht wären Portokosten entstanden, die den Arbeitsaufwand überstiegen hätten", hieß es zur Begründung.

Die Wachtmeister hatten laut Gerichtssprecherin auch ein Schreiben in dem Nachtbriefkasten entdeckt. Demzufolge wollte der Mann mit seiner ungewöhnlichen Zahlmethode ein seiner Ansicht nach ungerechtes Fehlurteil begleichen. Um die 29.292 Ein-Cent-Stücken zusammen zu bekommen, habe jedoch leider sein Sparschwein dran glauben müssen.

AP/DPA / AP / DPA
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