Raumfähre "Endeavour" Bastelarbeiten im All


Die Astronauten der "Endeavour" haben ihre Reparturarbeiten im All erledigt und ein Gerät zur Lagepositionierung an der ISS ersetzt. Womöglich müssen sie bald wieder ausrücken - um das Hitzeschild der "Endeavour" zu flicken.

Astronauten der US-Raumfähre "Endeavour" haben bei einem zweiten Außeneinsatz erfolgreich ein Gerät zur Lagestabilisierung der internationalen Raumstation ISS ersetzt. In sechseinhalb Stunden wechselten die beiden Astronauten Rick Mastracchio und Dave Williams in der Nacht auf Dienstag eines von vier so genannten Gyroskopen aus, mit denen die ISS ihre Position im All hält. Noch zwei weitere Außeneinsätze sind geplant, bevor die "Endeavour" am 22. August zur Erde zurückkehren soll. Der nächste steht am Mittwoch an.

Beschädigte Hitzeschutzkachel mögliches Sicherheitsrisiko

Experten der US-Raumfahrtbehörde Nasa berieten unterdessen weiter, ob eine beschädigte Hitzeschutzkachel der Raumfähre im All repariert werden muss. Die Besatzung des Shuttles hatte zuvor Aufnahmen von dessen beschädigter Unterseite gemacht. Den Bildern zufolge zieht sich der Schaden durch eine gesamte Hitzeschutzkachel. Ein abgefallenes Stück Isolierschaum war nach dem Start an den Hitzeschild geschlagen. Experten auf der Erde ermitteln nun die Risiken für die Sicherheit der Besatzung durch Computersimulationen und spezielle Versuchsanordnungen.

Die Nasa ist in hier auf besondere Vorsicht bedacht, seit die "Columbia" im Jahr 2003 nach einem Schaden am Hitzeschild beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verglühte. Die Raunfahrtbehörde hatte den ursprünglich auf sieben Tage ausgelegten Aufenthalt der "Endeavour" an der ISS um drei Tage verlängert.

Reuters Reuters

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