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Reaktion auf Loveparade-Drama: Ministerium verbietet Techno-Tunnelparty in Rostock

Das Verkehrsministerium in Mecklenburg-Vorpommern hat nach der Tragödie in Duisburg eine für September geplante Techno-Tunnelparty verboten. Die Party im Warnowtunnel war bereits genehmigt worden - obwohl die Rostocker Polizei starke Sicherheitsbedenken angekündigt hatte!

Drei Tage nach der Katastrophe bei der Loveparade in Duisburg mit 21 Toten und über 500 Verletzten zieht die Schweriner Landesregierung Konsequenzen: Eine für September geplante und bereits genehmigte Techno-Tunnelparty wurde verboten. "Wir lassen die vor einer Woche erteilte Genehmigung für die Veranstaltung im Warnowtunnel widerrufen", sagte ein Sprecher des Verkehrsministeriums von Mecklenburg-Vorpommern am Mittwoch. Er bestätigte damit einen Bericht der Rostocker "Ostsee-Zeitung". Sollten die Veranstalter rechtlich dagegen vorgehen, müssten sie ein neues Sicherheitskonzept vorlegen, sagte der Sprecher.

In dem rund 800 Meter langen Tunnel unter dem Fluss Warnow hatten im Vorjahr mehrere Tausend Besucher gefeiert, einige sollen statt über Fußwege auch über die Autobahn 19 zu dem Tunnel gelaufen sein.

Laut Zeitungsbericht hatte die Rostocker Polizei bereits vor den Geschehnissen in Duisburg Sicherheitsbedenken geäußert. Das zuständige Straßenbauamt Schwerin hatte am 21. Juli dennoch die Genehmigung für die für September geplante Feier erteilt.

dpa/gro / DPA
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