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Säure-Anschlag vor zwei Jahren: Säure-Attentäter von Hannover bedrängt sein Opfer

Die Tat liegt zwei Jahre zurück - immer noch muss Vanessa Münstermann Angst vor der Entlassung des Täters haben. Er schickt ihr Briefe aus dem Gefängnis, die Polizei sieht keine Handlungsmöglichkeit. 

Vanessa Münstermann

Vanessa Münstermann wurde Opfer eines Säureanschlags. Nun bedrängt der Täter sie aus dem Gefängnis.

DPA

Zwei Jahre ist es her, dass eine junge Frau in Hannover Opfer eines schweren Säureangriffs wurde. Immer noch hat die Geschädigte große Angst vor der Entlassung des Täters aus der Haft. "Er schreibt mir aus dem Gefängnis. Der Tonus ist, dass ich lüge und selber schuld bin", sagte Vanessa Münstermann. Die junge Frau ist seit der Attacke am 15. Februar 2016 im Gesicht schwer entstellt. Mit dem letzten Brief vor Weihnachten sei sie zur Polizei gegangen: "Dort sagte man mir, dass es darin keinen Anhaltspunkt für Ermittlungen gibt, weil alles Meinungsäußerungen sind."

Säureangriff während Spaziergang

Als die Hannoveranerin vor zwei Jahren mit ihrem Hund morgens um den Block ging, trat ihr Ex-Freund aus einem Gebüsch und schüttete ihr die Säure ins Gesicht. Der Mann wurde zu einer zwölfjährigen Haftstrafe wegen schwerer Körperverletzung verurteilt.

Vor einem Jahr gründete Vanessa Münstermann den Verein "Ausgezeichnet", um Menschen in ähnlicher Lage zu helfen. Am kommenden Sonntag (18.2.) lädt sie zu einem Empfang ein, um sich bei Unterstützern zu bedanken und gemeinsam mit anderen Betroffenen Gesicht zu zeigen. Bereits am Donnerstag (15.2.) zeigt das WDR Fernsehen in der Reihe "Menschen hautnah" ein Porträt über das Leben der jungen Frau nach dem Säure-Angriff. 




 

ar / DPA
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