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Schnee-Chaos: Spiegelglatte Straßen

Starke Schneefälle und Eisglätte sorgten auf den Autobahnen für insgesamt 238 Kilometer Stau und rund zweihundert Karambolagen.

Starke Schneefälle und Eisglätte haben am Montag in weiten Teilen Deutschlands zu einem Chaos auf den Straßen geführt. Betroffen waren vor allem die nord- und ostdeutschen Bundesländer, aber auch in der Mitte und im Süden des Landes kam es zu zahlreichen Unfällen und kilometerlangen Staus. Bei einer Massenkarambolage auf der Autobahn A 3 bei Würzburg krachten rund 40 Fahrzeuge ineinander, mehrere Menschen wurden verletzt. Auf anderen Autobahnen stellten sich Lastwagen quer oder blieben an Steigungen liegen. Meistens blieb es bei Blechschäden. Schneeverwehungen führten auch im Flug- und Bahnverkehr zu etlichen Verspätungen.

Insgesamt 238 Kilometer Stau


In Mecklenburg-Vorpommern rutschten Autos reihenweise in die Straßengräben. In Thüringen blockierten auf der Autobahn A 4 bei Eisenach quer stehende Lastwagen die Fahrbahn. In Sachsen-Anhalt musste die Autobahn 14 zwischen Bernburg und Plötzkau, in Nordrhein- Westfalen die Autobahn 40 bei Essen gesperrt werden. Insgesamt meldete das Lagezentrum in Düsseldorf 238 Kilometer Staus auf den Autobahnen und rund 200 Karambolagen. Auf der Sauerlandlinie A 45 bei Olpe kam ein mit Wasserstoff beladener Gefahrguttransporter ins Rutschen und stellte sich quer zur Fahrbahn.

Das von Norden heranziehende Niederschlagsgebiet erreichte am frühen Nachmittag auch die Mitte und den Süden des Landes. Auf der Autobahn A 4 bei Bad Hersfeld entstanden Staus von bis zu zehn Kilometern Länge. Zwischen dem Kirchheimer Dreieck und der Anschlussstelle Friedewald standen die Autos teils "kreuz und quer", wie ein Polizeisprecher sagte. Selbst die Räumfahrzeuge kamen nicht mehr durch.

Hochwasserlage entspannt sich


Starker Schneefall und aufkommender Regen behinderten auch den Bahnverkehr. Die Strecke Hannover-Braunschweig war für mehr als zwei Stunden lahm gelegt. "Unser Problem ist vor allem der kräftige Wind, der Schneeverwehungen verursacht", sagte ein Bahn-Sprecher. Bei zahlreichen Fernzügen kam es zu Verspätungen. Auch der Flugverkehr war beeinträchtigt. Auf dem Frankfurter Flughafen verspäteten sich die Maschinen. Rund 20 Flüge seien gestrichen worden, teilte der Verkehrsleiter mit. Räum-und Streudienste hielten Start-und Landebahnen frei. Der Flughafen Köln/Bonn musste wegen Schneefalls für zwei Stunden gesperrt werden.

Der Wetterumschwung mit milderen Temperaturen und Tauwetter, der langsam vom Norden nach Süden zieht, hält auch in den nächsten Tagen an. Unterdessen entspannt sich die Hochwasserlage an der Elbe. Während das Wasser in Schleswig-Holstein noch langsam steigt, wurden aus Brandenburg und Niedersachsen bereits fallende Pegel gemeldet.

DPA