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Schwulenfeindliche Äußerungen: Bertolli zeigt, was Barilla lernen muss

Die despektierlichen Aussagen des Barilla-Chefs zu Homosexuellen nutzen Konkurrenten, um sich als tolerant zu präsentieren. Die Werbestrategie eines Herstellers ist aber schon seit Jahren offener.

Von Julia Holzapfel

Nach dem Fehltritt des Barilla-Chefs, er wolle "keine Werbung mit Homosexuellen schalten", da man die "traditionelle Familie" unterstütze, haben sich zahlreiche Teigwaren-Hersteller werbewirksam gegen die Aussagen von Guido Barilla gestellt. Unter all den Postings und Tweets, in denen es von toleranten Statements nur so wimmelt, sticht aber ein Video hervor, das vom Konkurrenten Bertolli stammt und derzeit die Runde in sozialen Netzwerken macht.

In dem Spot, den das zu Unilever gehörende Unternehmen bereits im Jahr 2009 für den amerikanischen Markt produzieren ließ, entführt der Duft eines Bertolli-Fertigprodukts einen jungen Amerikaner in Gedanken in ein schickes Restaurant in Italien. Dort fordert der attraktive Kellner ihn zum Tanzen auf, der verträumte Lasagne-Esser antwortet mit einem "Mamma Mia!". Fortan tanzen hübsche Menschen aller Geschlechter miteinander durch das Lokal, bis der junge Mann durch ein unsanftes Rütteln wieder in die amerikanische Realität zurückgeholt wird. Das Rütteln kommt vom Kellner, der in Wirklichkeit sein Partner ist und neben ihm auf dem Sofa sitzt. Zwei Portionen der vernebelnden Lasagne stehen vor dem schwulen Paar auf dem Tisch.

Egal, ob man sich nun für Fertig-Lasagne begeistern kann oder nicht: Das Video zeigt, dass Bertolli schon lange vor dem Barilla-Shitstorm eine zeitgemäßere Idee von seiner Zielgruppe hatte und ein weniger klischeehaftes Weltbild in seinen Werbekampagnen vermittelt. Den Netznutzern schmeckt die tolerantere Pasta jedenfalls deutlich besser als die Barilla-Bilderbuchwelt mit Mamma, Bambini und Basilikum.

Bertolli und zahlreiche andere Pasta-Konkurrenten haben die Steilvorlage des Barilla-Chefs zur eigenen Imagepolitur genutzt und mit eigenen Werbebotschaften reagiert: Mit dem Aufruf "Pasta und Liebe für alle!" auf seiner deutschen Facebook-Seite und einer dazugehörige Grafik hat sich Bertolli als der tolerantere Pastamacher präsentiert. Die für das Posting verantwortliche Agentur sagte dem Fachmagazin "AdWeek": "Wir wollten die Nachricht verbreiten, dass bei Bertolli alle willkommen sind, insbesondere jene mit einem leeren Magen."

Themen in diesem Artikel
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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