VG-Wort Pixel

Sprengung in Lünen Mit 420 Kilogramm Sprengstoff: Hier wird ein Kraftwerk dem Erdboden gleichgemacht

Kraftwerk Lünen
Ein Knall in der Mitte, einer am Sockel und danach war der 250 Meter hohe Schornstein des Steag-Kraftwerks in Lünen Geschichte
© Picture Alliance
Es war die größte Gebäudesprengung des laufenden Jahres: In Lünen wurde ein ehemaliges Kraftwerk gesprengt. Bilder und Videos zeigen, wie der Koloss in sich zusammenfällt.

In Lünen im Kreis Unna in NRW wurde am Sonntag ein Stück Industriegeschichte dem Erdboden gleichgemacht. Mit insgesamt 420 Kilogramm Sprengstoff wurde am Sonntag das ehemalige Steag-Kohlekraftwerk zu Fall gebracht. Zuerst wurden der 250 Meter hohe Schornstein gesprengt, später folgten dann Kesselhaus und Kühlturm, wie lokale Medien berichten.

2100 Bohrungen wurden gesetzt. Die Vorbereitungen liefen bereits seit Dezember. Es war die größte Gebäude-Sprengung im laufenden Jahr in Deutschland. 

Die Sprengung verlief nach Plan, wie der WDR berichtet: Der markante Kühlturm sackte in sich zusammen, das Kesselhaus kippte zur Seite. Der Schornstein wurde in der Mitte "gekappt", zeitgleich sollte der Sockel fallen, damit die Steine des 250-Meter-Turms nicht in der Gegend herumfliegen - eine sogenannte Faltung.

Videos, die im Netz hochgeladen wurden, zeigen die Sprengung. Zuerst war der Schornstein dran:

 

An dieser Stelle hat unsere Redaktion Inhalte aus Youtube integriert.
Aufgrund Ihrer Datenschutz-Einstellungen wurden diese Inhalte nicht geladen, um Ihre Privatsphäre zu schützen.
DATENSCHUTZ-EINSTELLUNGEN
Hier können Sie die Einstellungen für die Anbieter ändern, deren Inhalte sie anzeigen möchten. Diese Anbieter setzen möglicherweise Cookies und sammeln Informationen zu Ihrem Browser und weiteren, vom jeweiligen Anbieter bestimmten Kriterien. Weitere Informationen finden Sie in den Datenschutzhinweisen.

Es folgten Kesselhaus und Kühlturm:

An dieser Stelle hat unsere Redaktion Inhalte aus Youtube integriert.
Aufgrund Ihrer Datenschutz-Einstellungen wurden diese Inhalte nicht geladen, um Ihre Privatsphäre zu schützen.
DATENSCHUTZ-EINSTELLUNGEN
Hier können Sie die Einstellungen für die Anbieter ändern, deren Inhalte sie anzeigen möchten. Diese Anbieter setzen möglicherweise Cookies und sammeln Informationen zu Ihrem Browser und weiteren, vom jeweiligen Anbieter bestimmten Kriterien. Weitere Informationen finden Sie in den Datenschutzhinweisen.

Zuschauer konnten die Sprengung in Lünen im Netz verfolgen

Der Standort in Lünen war bis zur Stilllegung 2018 das älteste Kraftwerk des Energieerzeugers Steag GmbH und hat früher unter anderem Bahnstrom produziert.

Das umliegende Gelände war zuvor aus Sicherheitsgründen weiträumig evakuiert worden, Ordnungskräfte stellten sicher, dass Schaulustige und Hobbyfotografen nicht zu nah an den Ort des Geschehens herankamen. Da es wegen der Corona-Pandemie nicht zu Menschenansammlungen kommen sollte, konnten Zuschauer die Sprengung ab 11 Uhr im Internet live verfolgen, das verantwortliche Unternehmen Hagedorn stellte einen Stream bereit.  

Quellen:"Westfalen-Blatt", WDR

Explosion in England: 183 Meter Turm kollabiert

Auch anderswo knallt es, wie das Video zeigt: Der Betonturm der Rugeley Power Station in England ist im Rahmen einer kontrollierten Sprengung abgerissen worden. Aufgrund des Corona-Lockdowns warnten Behörden vor größeren Menschenversammlungen. Trotz dieser Warnung haben sich 50 bis 100 Schaulustige die Explosion angeschaut.

rös

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker