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Australischer Bundesstaat Queensland Kinder bei brütender Hitze in Auto gestorben: 29-Jährige kommt wegen Mordes vor Gericht

Australischer Bundesstaat Queensland: Kinder bei brütender Hitze in Auto gestorben: 29-Jährige kommt wegen Mordes vor Gericht
Sehen Sie im Video: Dramatische Momente – Polizist rettet einjähriges Baby aus heißem Auto.




Dramatische Aufnahmen aus dem US-Bundesstaat Texas.  


Besorgte Bürger in Ducanville rufen die Polizei, als sie ein alleingelassenes einjähriges Baby in einem Auto entdecken.  


Die Außentemperatur beträgt mehr als 30 Grad Celsius.  


Ohne geöffnete Fenster und Klimaanlage können die Temperaturen so binnen weniger Minuten auf rund 50 Grad im Inneren des Autos steigen.  


Als der Polizist am Wagen eintrifft, ist das Kleinkind am Schreien, Schwitzen und mit Erbrochenem bedeckt.  


Mit seinem Schlagstock zertrümmert der Beamte die Fensterscheibe auf der Beifahrerseite – und kann so schließlich die Tür öffnen.  


"Es tut mir leid. Alles wird gut."


Der Polizist befreit das Kind. Laut Angaben der Stadt, die das Video aus Bildungszwecken veröffentlicht hat, wird das Baby kurze Zeit später von Rettungssanitätern untersucht.  


Der Fall wird ans Jugendamt und eine Grand Jury weitergeleitet, um festzustellen, ob er zivil- oder strafrechtlich verfolgt werden kann. 
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Das Gesetz wurde erst vor zwei Jahren im australischen Bundesstaat Queensland eingeführt: Weil ihre Kinder in ihrem überhitzen Auto starben, ist eine Mutter jetzt wegen Mordes angeklagt.

Eine Mutter aus dem australischen Bundesstaat Queensland, deren Töchter starben, nachdem die jetzt 29-Jährige sie stundenlang in einem heißen Auto vor ihrem Haus gelassen hatte, wird wegen zweifachen Mordes vor Gericht gestellt.

In Queensland gilt seit März 2019 eine erweiterte Definition von Mord, die rücksichtslose Gleichgültigkeit gegenüber menschlichem Leben einschließt. Kerri-Ann C. ist Medienberichten zufolge die erste Person, die unter der erweiterten Definition angeklagt wurde.

Kinder waren fast sieben Stunden im Auto eingesperrt

Die zwei Jahre alte Darcey-Helen und ihre einjährige Schwester Chloe-Ann waren im November 2019 tot in einem schwarzen Kombi gefunden worden, der im Vorgarten des Hauses der Familie in Logan, südlich von Brisbane, geparkt war. Der Polizei zufolge hatte Kerri-Ann C. die Kinder gegen 6.30 Uhr am Morgen in den Wagen gesetzt, bevor sie zurück in ihr Haus ging. Medienberichten zufolge soll sie dort eingeschlafen sein. Die Mädchen seien derweil im Auto geblieben, während die Außentemperatur auf 31 Grad gestiegen sei. Erst nach 13 Uhr – also fast sieben Stunden später – seien sie entdeckt worden.

Die Mutter soll ihre Töchter daraufhin panisch in ein kaltes Bad gelegt und einen Krankenwagen gerufen haben. Doch Darcey-Helen und Chloe-Ann konnten nicht wiederbelebt werden. Sie wurden noch am Unglücksort für tot erklärt. Die Polizei geht davon aus, dass sie starben, weil sie extremer Hitze ausgeliefert waren.

Kerri-Ann C. habe geweint, als jetzt bei einer Anhörung im Amtsgericht von Beenleigh entschieden worden sei, ihren Fall an den Supreme Court weiterzuleiten, heißt es in den Medienberichten. Darcey-Helens Vater sagte nach Angaben des "Guardian" bei der Anhörung aus, dass ihn eigentlich beide Mädchen an dem Wochenende, an dem sie starben, besuchen sollten. Er habe etwa 18 Mal vergeblich versucht, die Mutter anzurufen und ihr wiederholt Textnachrichten geschickt, um zu fragen, wo die Kinder seien. Kerry-Ann C. habe seine Anrufe aber erst um kurz vor 13.30 Uhr erwidert, also etwa zur gleichen Zeit, als die Sanitäter gerufen wurden.

Unscharfes Bild zeigt eine Frau und Polizisten auf einem Parkplatz

Die Polizei hat nach Angaben der Staatsanwaltschaft mehr als 140 Aussagen gesammelt, die als Beweismittel vorgelegt werden sollen. C. habe es dem Gericht gegenüber abgelehnt, ein Geständnis abzulegen, berichtet der "Guardian". Als sie in die Untersuchungshaft zurückgebracht worden sei, habe sie einem Unterstützer auf der Tribüne einen Kuss zugeworfen.

Quellen: "The Guardian", "Brisbane Times"

mad

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