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Texas: Er wollte Mädchen vergewaltigen, ermorden und essen - dann bot ihm ein Polizist seine Tochter an

Der Fall von Alexander Nathan Barter erschüttert Texas. Der 21-Jährige war im Darknet auf der Suche nach jungen Mädchen, die er vergewaltigen, ermorden und dann essen wollte. Erst als ein Polizist seine eigene Tochter anbot, kommen die Gesetzeshüter dem Mann auf die Schliche.

Alexander Nathan Barter wurde verhaftet

Alexander Nathan Barter wurde verhaftet

Es war kein langer Text, den Alexander Nathan Barter im Darknet postete. Sondern nur ein kurzer Aufruf. Barter suchte Hilfe. Denn er wollte seine Neigungen endlich ausleben: "Ich möchte Nekrophilie und Kannibalismus ausprobieren und sehen, wie es sich anfühlt, ein Leben zu nehmen", soll er laut dem Sheriff Wayne Ivey geschrieben haben. "Ich möchte dies so schnell wie möglich tun. Ich muss wirklich etwas gegen meinen intensiven Blutrausch unternehmen." Er hinterließ zwei verschlüsselte Email-Adressen, damit man mit ihm Kontakt aufnehmen konnte. Und zumindest ein Mensch antwortete ihm.

Ein Mann schrieb ihm, der ihm seine kleine Tochter anbot. "Schön! Ich bin in Osttexas. Wie alt ist Ihre Tochter? Können wir sie töten?", soll Barter geantwortet haben, berichten US-Medien. Der 21-Jährige schien seinem Vorhaben ein gutes Stück näher gekommen zu sein. Über mehrere Tage schrieben sich die Männer Mails, feilten an ihrem Plan. Der Vater sollte neue Kleidung kaufen, damit man sich nach dem Mord umziehen könne. Ein Hotel wurde ausgewählt und die Tarnung besprochen: Offiziell sollte es zu einem Wanderausflug gehen. Nach dem Verbrechen sollte der Vater sagen, dass das Kind weggelaufen sei. "Ich werde meine Meinung nicht ändern. Ich möchte das wirklich tun", wird die Aussage von Barter zitiert. 

Am 19. Oktober war es soweit, Barter sollte sein Opfer und den Vater treffen. Doch so akribisch er in den Tagen zuvor sein Verbrechen geplant hatte - ihm war längst die Polizei auf der Spur. Denn bei dem "Vater" handelte es sich um einen verdeckten Ermittler des Texas Department of Public Safety, der gemeinsam mit einer ganzen Task Force - unterstützt von Agenten der Homeland Security - Jagd auf den Mann machte. Über verschlungene Pfade machten sich Spezialisten auf die Suche nach Barter im Netz. Und kamen ihm auf die Schliche. Am vereinbarten Treffpunkt im Wald gab es keine "Tochter", sondern ein Aufgebot bewaffneter Polizisten. Barter wurde festgenommen, Polizisten stellten bei ihm Plastikmüllbeutel und ein Messer sicher.

Fast-Täter bedankt sich für die Festnahme

Barter sitzt seit Mitte Oktober in Haft. Ihm drohen nun unter anderem eine Anklage wegen Verschwörung zu einem Kapitalverbrechen und damit womöglich lebenslange Haft. US-Medien berichten, dass Barter zunächst Schüler auf der Joaquin High School war, später soll er in einer örtlichen Behörde und danach in einer Lebensmittelfabrik gearbeitet haben. 

Laut der Polizei war Barter froh über seine Verhaftung - denn er selbst hätte sich nicht unter Kontrolle gebracht und seinen Plan umgesetzt. "Dies ist nicht jemand, der Rollenspiele spielt. Als er festgenommen wurde, tauchte er mit einem Messer auf ... er fühlte sich verpflichtet, das Verbrechen auszuführen. Er dankte den Agenten tatsächlich dafür, dass sie ihn gestoppt haben", sagte Sheriff Ivey. Der Polizist bezeichnet das Vorhaben Barters als den "abartigsten Fall" im Laufe seiner vier Jahrzehnte bei der Polizei. "Für mich ist es schwer vorstellbar, dass solche  Monster unter uns sind, die sich als Menschen tarnen", sagt Ivey. Über den Ermittler schwieg er sich aus, um dessen Identität zu schützen.

"Das Darknet und die Menschen, die sich dort rumtreiben, stellen eine zunehmende Bedrohung für die Sicherheit unserer Kinder da", sagte der Bezirksstaatsanwalt von Shelby, Stephan Shires, zu US-Medien. "Eltern sollten wachsam sein und sich darüber im Klaren sein, was ihre Kinder im Internet tun." 

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