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Irland Männer sollen Toten ins Postamt geschleppt haben – um dessen Rente zu kassieren

Ein irisches Polizeiauto im Einsatz
Die Polizei untersucht, ob sich die beiden flüchtigen Männer eines Verbrechens schuldig gemacht haben (Symbolbild)
© Brian Lawless / Picture Alliance
Drei Männer betreten ein Postamt – einer von ihnen ist tot. Was nach einem makabren Scherz klingt, soll im irischen Carlow tatsächlich passiert sein. Offenbar wollten die beiden die Rente des Senioren kassieren – der musste aber anwesend sein.

Es muss eine absurde Szene im Postamt der irischen Kleinstadt Carlow gewesen sein: Drei Männer betraten am Freitag die Filiale – einer von ihnen war tot. Medienberichten zufolge hatten die zwei Unbekannten den Leichnam eines Senioren in das Postamt gebracht, um dessen Rente zu kassieren.

Drei Männer gehen zur Post – einer von ihnen ist tot

Laut einem Bericht der "Irish Times" nahm die makabre Geschichte am Freitagvormittag ihren Anfang. Ein Mann habe das Postamt betreten und die Rentenauszahlung eines älteren Herrn beantragt. Als einer der Angestellten den Antragsteller darauf hingewiesen habe, dass der Rentner dazu selbst anwesend sein müsse, habe der Mann die Filiale zunächst verlassen – nur um wenig später in Begleitung zurückzukehren.

Dieses Mal, so schreibt die Zeitung, waren sie zu dritt. Zwei der Männer, darunter derjenige, der kurz zuvor das Postamt verlassen hatte, sollen einen dritten, etwa 60 Jahre alten Mann gestützt haben. Erneut hätten sie die Auszahlung der Rente gefordert. Einer Anwesenden war die Situation aber offenbar ganz und gar nicht geheuer. Als sie einen Postangestellten alarmierte, ließen die Verdächtigen den Senioren fallen und ergriffen die Flucht, heißt es in dem Bericht der "Irish Times". 

Kurz darauf seien Polizei und Rettungskräfte eingetroffen. Schnell sei klar gewesen: Der auf dem Boden zurückgelassene Mann war tot. Bei dem Verstorbenen, so die Polizei, handle es sich um einen Mann Ende 60, der ganz in der Nähe des Postamts wohnte. Dessen Haus hätten die Beamten als potentiellen Tatort gesperrt.

Mann starb offenbar eines natürlichen Todes

Laut "Irish Times" bestätigte die Polizei zunächst, dass die unklaren Todesumstände Gegenstand der Ermittlungen seien und eine Obduktion durchgeführt würde. Der Tageszeitung "Irish Examiner" zufolge ergab die Untersuchung des Leichnams keine Hinweise auf einen gewaltsamen Tod. Ein Polizeisprecher habe sich zwar nicht zu den genauen Obduktionsergebnissen äußern wollen, aber bestätigt, dass der Mann eines natürlichen Todes gestorben sei.

Die Ermittlungen konzentrierten sich nun auf die Frage, ob sich die beiden flüchtigen Männer eines Verbrechens schuldig gemacht haben. Man gehe davon aus, dass der Verstorbene die Verdächtigen kannte.

Quellen: "Irish Times"; "Irish Examiner"; "BBC"

yks

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