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Kalifornien: Eltern sperren Kinder in "Hundekäfige" - und schrauben die Gefängnisse an der Wand fest

Polizisten in Kalifornien hatten einen Einsatz, den sie so schnell nicht vergessen werden. Eigentlich suchten sie nach illegalen Waffen – fanden aber noch etwas völlig Unerwartetes.

Der Fall ereignete sich im äußersten Nordosten Kaliforniens

Der Fall ereignete sich im äußersten Nordosten Kaliforniens

stern

Der Bezirk Modoc County ist ein beschauliches und recht dünn besiedeltes Gebiet in der äußersten nordöstlichen Ecke Kaliforniens. Statistisch gesehen gibt es hier einen Einwohner pro Quadratkilometer. In solch einem auf den ersten Blick beschaulich-ländlichen Gebiet einen so eklatanten Fall von Kindesvernachlässigung zu finden - damit hatten die Polizisten des Bezirks wohl nicht gerechnet. Diese fuhren am Karfreitag zu einem jungen Paar, um einen Durchsuchungsbefehl wegen illegalen Waffenbesitzes zu vollstrecken.

Im Haus aber fanden sie noch etwas anderes: zwei kleine Kinder,  jedes in einen kleinen Käfig eingesperrt. Die Käfige – möglicherweise umgebaute Kinder-Laufställe – seien übereinander gestapelt und an der Wand festgeschraubt gewesen, so die Polizei. Tex Dowdy, Sheriff des Modoc County, informierte die Presse am Ostermontag über den Fall. Die kleinen Jungs, ein Zwillingspärchen, seien unter zwei Jahre alt, ihre vergitterten Käfige hätten ihn an Hundeboxen erinnert.

Ermittler in Kalifornien ahnten nichts von der Existenz der Kinder

Dass überhaupt Kinder in dem Haushalt lebten, hätten die Polizisten vorher nicht gewusst, sagte der Sheriff. Die Ermittler fanden außerdem illegale Waffen, Drogen und eine Anlage zur Herstellung von Drogen in der Wohnung.

Sheriff Dowdy vermutete, die Kinder seien vielleicht auch deshalb in die Käfige gesperrt gewesen, um sie von den Drogen und den Waffen fernzuhalten.

Die Eltern – beide 25 Jahre alt – wurden wegen des Verdachts auf Kindesgefährdung festgenommen und sitzen jetzt in Untersuchungshaft. Um die kleinen Jungs kümmert sich das örtliche Jugendamt. Welche Strafe den Eltern droht, ist nicht bekannt.

Quellen: Facbook-Seite des Modoc County Sheriff, "USA Today"

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