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Mordprozess gegen Paralympicsstar Pistorius muss vorläufig in die Psychiatrie


Hat eine Angststörung die tödlichen Schüsse auf die Freundin mitverursacht? Um das zu klären, weist das Gericht den wegen Mordes angeklagten Oscar Pistorius vorübergehend in eine Psychatrie ein.

Der des Mordes angeklagte #link;http://www.stern.de/sport/oscar-pistorius-90514562t.html;Paralympicsstar Oscar Pistorius# wird zu einer Untersuchung in die Psychiatrie eingewiesen. Dies sei auch ein Gebot der Fairness gegenüber dem Angeklagten, betonte Richterin Thokozile Masipa am Mittwoch in Pretoria. Sie folgte damit einem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die auf einen Monat vorgesehene Beobachtung in einer psychiatrischen Einrichtung soll Aufschluss über die Schuldfähigkeit des 27-Jährigen geben. Die Psychiaterin Merryl Vorster hatte zuvor als Zeugin der Verteidigung Pistorius eine intensive Angststörung bescheinigt.

Der Sportler wird beschuldigt, am 14. Februar 2013 seine Freundin Reeva Steenkamp ermordet zu haben. Pistorius beteuert, er habe durch eine verschlossene Tür geschossen, weil er dahinter einen Einbrecher vermutete.

Angststörung kann Pistorius beeinflusst haben

Die Richterin begründete ihre Entscheidung mit der nicht auszuschließenden Möglichkeit, dass Pistorius nicht voll schuldfähig sein könnte. Auch wenn die Verteidigung bisher nicht so argumentiert habe, könne nach der Aussage Vorsters nicht ausgeschlossen werden, dass die Angststörung des Angeklagten sein Handeln in der Tatnacht massiv beeinflusst hätte.

Die renommierte Psychiaterin hatte am Dienstag zwar betont, Pistorius sei für seine Handlungen durchaus verantwortlich. Allerdings könnten seine Ängste diese beeinflusst haben.

tis/AFP AFP

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