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Stralsund Polizei glaubt: Vermisste Geschwister gingen freiwillig mit Vater mit

Polizei in Stralsund als Symbolfoto für Artikel über vermisste Kinder
Die Polizei sucht weiter nach vier vermissten Kindern in Stralsund (Symbolfoto)
© Stefan Sauer / Picture Alliance
Nach dem Verschwinden von vier Geschwisterkindern aus Stralsund vermutet die Polizei, dass diese sich in der Obhut ihres Vaters befinden. Allerdings wohl aus freien Stücken.

Seit Samstagmittag fehlt von vier Geschwistern aus Stralsund jede Spur. Am Sonntag veröffentlichte die Polizei Neubrandenburg eine Öffentlichkeitsfahndung. Demnach wurden die drei jüngeren Kinder im Alter zwischen acht und zwölf Jahren zuletzt am Samstagmittag gegen 14.30 Uhr gesehen. Ihre 15-jährige Schwester gilt indes schon seit 9.30 Uhr als vermisst.

Die Polizei geht davon aus, dass sich die Kinder in der Obhut ihres Vaters befinden. Wie zunächst fälschlicherweise angenommen, hatte dieser die Kinder jedoch nicht in seinem Auto mitgenommen. Den Opel Zafira, nach dem die Beamten zunächst gefahndet hatten, fanden sie bei Durchsuchungsmaßnahmen auf Rügen.

Vermisste Kinder aus Stralsund: Polizei ermittelt gegen Vater

Trotzdem ermittelt die Kriminalpolizei wegen des Verdachts der Entziehung Minderjähriger gegen den 54-Jährigen. Wie eine Sprecherin der Polizei mitteilte, spricht alles dafür, dass die Kinder freiwillig mit dem Vater mitgegangen sind. Überhaupt spräche nichts für die Anwendung von Zwang oder Gewalt. Allerdings wisse man derzeit auch nicht, mit welchem Fahrzeug die Gesuchten unterwegs sind.

"Bei Meldungen, dass sich die Kinder in Italien aufhalten könnten, handelt es sich um Gerüchte. Wir haben bisher keine Hinweise darauf erhalten. Der Aufenthaltsort ist vollkommen unbekannt", so die Sprecherin.

Kinder und Vater zur Fahndung ausgeschrieben

Die vier Kinder und der Vater sind in den polizeilichen Systemen im Schengenraum zur Fahndung ausgeschrieben. Trotzdem will die Polizei keine Bilder der Gesuchten veröffentlichen: "Da es sich nicht um eine erhebliche Straftat handelt und derzeit eine akute Gefährdung für die Kinder nicht erkennbar ist, erfolgt momentan keine Fahndung mit Bildern der Kinder, da dies ein erheblicher Eingriff in ihre Persönlichkeitsrechte ist."

Hinweise nimmt das Polizeihauptrevier Stralsund unter der Telefonnummer 03831/28900 oder jede andere Polizeidienststelle oder im Internet unter www.polizei.mvnet.de entgegen.

Quellen: Polizei NeubrandenburgPolizei Mecklenburg-Vorpommern

jek

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