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Streit um erotische Bücher: Katholische Kirche will Weltbild-Verlag loswerden

Nach einer heftigen internen Debatte um die Verbreitung von Erotik-Literatur will sich die katholische Kirche in Deutschland vom Augsburger Weltbild-Verlag trennen. Der Verkauf dürfte sich allerdings noch mindestens zwei Jahre hinziehen.

Nach der wochenlangen Diskussion um Erotik-Literatur im Angebot des katholischen Weltbild-Verlages will sich die Kirche von dem Unternehmen trennen. Die Gesellschafter hätten beschlossen, dass "Maßnahmen für eine Veräußerung der Verlagsgruppe Weltbild GmbH ohne jeden Verzug entschlossen aufgenommen werden", teilte Weltbild am Dienstag in Augsburg mit.

Der Verkauf werde nach Einschätzung seines Chefs Carel Halff wohl nicht vor 2013 über die Bühne gehen. "Fachleute rechnen bei Unternehmen dieser Größe mit einer Prozessdauer nicht unter 18 bis 24 Monaten", sagte Halff der "Augsburger Allgemeinen" am Mittwoch. "Bei einem Umsatz von 1,7 Milliarden Euro im Jahr geht ein Verkauf nicht so schnell", fügte er hinzu. "Wir nehmen uns aber in die Pflicht, den Prozess kurzzuhalten."

Halff betonte, die Mitarbeiter hätten keinen Grund, sich Sorgen um ihre Arbeitsplätze zu machen. Angaben über mögliche Investoren oder Käufer machte er nicht, betonte jedoch die Zukunftschancen des Unternehmens. Der Manager versicherte, dass er den Verkaufbeschluss der Kirche nachvollziehen könne: "Wir haben Verständnis für die Eigentümer, dass sich das Buchgeschäft, wie es heute betrieben wird, nicht komplett mit der Grundhaltung der Kirche in Übereinstimmung bringen lässt", sagte Halff. Mitarbeiter und Management seien den kirchlichen Eigentümern aber dankbar, dass Weltbild in den vergangenen Jahren den eingeschlagenen Weg habe gehen dürfen. Wie das Unternehmen in Augsburg mitteilte, forderten die Gesellschafter Weltbild auf, trotz der nun bekannten Verkaufsabsicht alles für den Erhalt des Unternehmenswerts zu tun. Außerdem sollten "kirchliche und soziale Implikationen" beim Verkauf des Unternehmens mit seinen 6400 Beschäftigten eine Rolle spielen.

Der Verlag mit seinen rund 6400 Mitarbeitern gehört bislang noch zwölf katholischen Diözesen, dem Verband der Diözesen Deutschlands und der Soldatenseelsorge Berlin. Er hält Anteile an Buchketten wie etwa Hugendubel und Wohlthat und zu dem gehören zu ihm die Vertriebsmarken Weltbild, Jokers, KIDOH und buecher.de. Weltbild setzte zuletzt fast 1,7 Milliarden Euro im Jahr um. Damit ist Weltbild in Deutschland der zweitgrößte Online-Buchhändler hinter Amazon und der drittgrößte Versandhändler Deutschlands.

Im Oktober war der Augsburger Medienkonzern in die Kritik geraten, weil er im Internetangebot auch Erotik- und Esoterik-Literatur mit Titeln wie "Schlampen-Internat" oder "Anwaltshure" hatte. Auch Papst Benedikt XVI. schaltete sich in die Diskussion ein. Er mahnte, dass es an der Zeit sei, die "Verbreitung von Material erotischen oder pornografischen Inhalts, gerade auch über das Internet, energisch einzuschränken".

kave/DPA/AFP / DPA
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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