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Supermarkt-Brand: Eingeschlossene nahmen per Handy Abschied

Bei einem Brand in einem Supermarkt in Kenia sind möglicherweise bis zu 40 Menschen ums Leben gekommen. Die Hitze bei dem Feuer war so groß, dass Behörden die Trümmer erst zwei Tage später betreten und durchsuchen konnten. Der Betreiber hatte zunächst mitgeteilt, alle Kunden und Mitarbeiter seien in Sicherheit - was sich als fatal erwies.

Ein Feuer in einem Supermarkt in Kenias Hauptstadt Nairobi hat möglicherweise 40 Menschen das Leben gekostet. Wie das Kenianische Rote Kreuz am Freitag mitteilte, seien bisher 40 Menschen von ihren Angehörigen als vermisst gemeldet worden. Erst zwei Tage nach dem Feuer vom Mittwoch hätten die Behörden die Brandruinen betreten können.

Rettungskräfte führten am Freitag Suchhunde durch die Überreste des Ladens. Nach Medienangaben wurden bisher zwölf Leichen entdeckt. Nur ein Toter habe bisher identifiziert werden können. Dabei handelte es sich um einen Mitarbeiter, der vom Dach des Gebäudes gesprungen war und sich dabei das Rückgrat gebrochen hatte.

Menschen im Untergeschoss eingeschlossen

Das Feuer war am Mittwochnachmittag ausgebrochen und hatte sich in dem beliebten Supermarkt in der Innenstadt rasend schnell ausgebreitet. Nachbarhäuser wurden evakuiert, als die Feuersbrunst überzuspringen drohte.

Die Supermarktkette Nakumatt behauptete zwar zunächst, alle Beschäftigten und Kunden seien in Sicherheit. Doch das erwies sich später als voreilig. Das Feuer, das schnell um sich griff, hatte viele Menschen im Untergeschoss eingeschlossen. Überlebende erzählten, sie hätten eine Explosion gehört, bevor die Flammen durch das Gebäude rasten. Verwandte der Vermissten berichteten von Telefonanrufen, in denen ihre Angehörigen sagten, sie könnten nicht mehr hinaus.

Türen sollen verschlossen gewesen sein

Wie die Zeitung "Daily Nation" schrieb, hatte die 40-jährige Janet Odera, die ebenfalls vermisst wird, ihrem Bruder am Telefon erklärt, um sie herum stünde alles in Flammen. "Sie rief mich und meinen Bruder Charles an, dass sie in dem Feuer gefangen sei und keine Luft mehr bekäme", sagte Simon Odera. "Sie sagte, sie werde sterben und bat uns, für sie zu beten." Einige Augenzeugen berichteten, die Türen des Supermarkts seien abgeschlossen worden, als das Feuer ausbrach, um Plünderungen zu verhindern. Nakumatt dementiert dies entschieden.

Noch am Donnerstag stieg eine Rauchsäule aus dem zerstörten Gebäude auf. Rettungsteams konnten erst am frühen Freitagmorgen bis in den Supermarkt vordringen, um nach den Toten zu suchen.

DPA / DPA
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?