Im oberbayerischen Landkreis Landsberg am Lech hat ein Tierquäler offenbar mehrere Katzen getötet. Fotos, die dem Deutschen Tierschutzbund Bayern vorliegen, zeigen, wie tote Katzen mit schweren Wunden im Gebüsch liegen oder an Bäumen hängen. Nach Angaben des Deutschen Tierschutzbunds hat ein LKW-Fahrer die Kadaver entdeckt und den Landesverband informiert. Demnach hat ein Unbekannter insgesamt sieben Katzen von einer Brücke auf den Mittelstreifen der Bundesstraße 17 geworfen. Bei den Tieren handelte es sich nicht um Straßen-, sondern um Hauskatzen. Anhand eines implantierten Chips konnten die Tiere identifiziert werden. Der Tierschutzbund hat die Besitzer bereits benachrichtigt.

Es ist nicht der erste Fall dieser Art. Schon am 4. Juli 2019 waren an derselben Stelle vier getötete Katzen gefunden worden. Bei einer von ihnen konnte ein Schädel-Hirn-Trauma diagnostiziert werden. In der vergangenen Woche wurden außerdem zwanzig getötete Tauben in der Nähe des Iglinger Baggersees entdeckt. Der Tierschutzbund geht deshalb von einem Tierquäler aus. Für Hinweise auf den Täter sind 5000 Euro Belohnung ausgeschrieben. Die Summe setzt sich aus Spenden zusammen.
"Der Täter tötet wehrlose Tiere und bringt Leid über deren Halter"
"Diesem Täter muss schnellstens das Handwerk gelegt werden", sagte Ilona Wojahn vom bayerischen Landesverband. "Er tötet nicht nur wehrlose Tiere, er bringt auch viel Leid über deren Halter. Die betroffenen Familien sind fassungslos und Kinder müssen den Verlust geliebter Haustiere verarbeiten."
Zeugen sollen sich (wenn sie möchten auch vertraulich) an Andrea Mittermeier (Verein Katzentatzen) unter der Rufnummer (0175) 9775983 und Tessy Lödermann vom bayerischen Landesverband des Deutschen Tierschutzbundes unter der Rufnummer (0152) 28628307 wenden.