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Hurrikan "Ida" Historische Regenfälle und Überschwemmungen in New York – mindestens sieben Tote

Tote bei Überschwmmungen in New York
Die Ausläufer von Hurrikan "Ida" reichen bis nach New York. Die Metropole hatte zunächst einen Notstand wegen Starkregen ausgerufen. Mittlerweile gibt es Tote
© David Dee Delgado/Getty Images / AFP
Die Ausläufer des Hurrikans "Ida" haben nun auch die Metropole New York erreicht – und mindestens sieben Menschen das Leben gekostet.

Überschwemmungen beispiellosen Ausmaßes, Chaos und mindestens sieben Todesopfer. Wie die "New York Times" unter Berufung auf die örtlichen Polizeibehörden berichtet, waren die Opfer der Überschwemmungen zwischen zwei und 66 Jahre alt. Die genauen Todesursachen werden derzeit noch ermittelt. Am Vormittag wurden eine 48-Jährige und ein 50-jähriger Mann, sowie ein zwei Jahre altes Kind in ihrem Zuhause im Stadtteil Queens tot aufgefunden.

Alle weiteren Opfer wurden ebenfalls in ihren Behausungen in Queens und Brooklyn gefunden, nachdem Wirbelsturm "Ida" am Donnerstagmorgen auch die US-Metropole New York heimgesucht hatte. Bürgermeister Bill de Blasio sprach von einem "historischen Unwetter". Erstmals in der Geschichte wurde in der Stadt ein "Überschwemmungs-Notstand" ausgerufen.

Betroffen waren in New York unter anderem Manhattan, Brooklyn und Queens. "Bringen Sie sich jetzt in Sicherheit", mahnte die Notrufzentrale und warnte vor umherfliegenden Trümmern. Der Nationale Wetterdienst rief erstmals in der Geschichte für die Stadt und ihre Umgebung einen "Übschwemmungs-Notstand" aus. Bürgermeister Bill de Blasio sprach auf Twitter von "Rekord-Regenfällen" und "äußerst gefährlichen Bedingungen" auf den Straßen.

Bundesstaat New York verhängte Notstand

Viele Straßen der Metropole verwandelten sich innerhalb kürzester Zeit in reißende Flüsse, U-Bahn-Stationen wurden geflutet. Der Wetterdienst rief alle Bewohner eindringlich auf, zu Hause zu bleiben: "Sie können nicht wissen, wie tief das Wasser ist, es ist zu gefährlich: Fahren Sie nicht." Die New Yorker Flughäfen strichen hunderte Flugverbindungen.

Auch für den gesamten Bundesstaat New York wurde der Notstand verhängt. Der Schritt solle möglichst schnelle Hilfe für alle Betroffenen ermöglichen, erklärte Gouverneurin Kathy Hochul. Auch aus anderen Gebieten im Nordosten der USA wurden Sturmschäden gemeldet. In Annapolis, etwa 50 Kilometer von der US-Hauptstadt Washington entfernt, entwurzelte ein Tornado Bäume und stürzte Strommasten um. In Maryland starb ein 19-Jähriger bei Überschwemmungen, ein weiterer Mensch wurde vermisst.

New York Starkregen

Klimawandel für Wirbelstürme verantwortlich

US-Präsident Joe Biden wird am Freitag in Louisiana erwartet, wo "Ida" am Wochenende erstmals auf die US-Küste getroffen war, zahlreiche Gebäude verwüstet und mehr als eine Million Haushalte ohne Stromversorgung zurückgelassen hatte.

Erst in der vergangenen Woche hatte der Tropensturm "Henri" im Nordosten der USA für Stromausfälle und Überschwemmungen gesorgt. Der Klimawandel sorgt nach Erkenntnissen von Wissenschaftlern zu steigenden Temperaturen der Meeresoberfläche und damit zu stärkeren Wirbelstürmen, die vor allem für Küstenorte weltweit eine zunehmende Bedrohung sind.

cl AFP

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