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Philadelphia in den USA: Vater nimmt sein Baby als "menschlichen Schutzschild" mit zu Drogendeal

In den USA hat ein Vater seinen elf Monate alten Sohn zu einem Drogendeal mitgenommen. Er hoffte wohl, ihm würde deshalb nichts passieren. Die Aktion endete in einem Albtraum.

Screenshot: Polizistin mit Taser und Mann mit Kind auf dem Arm

Nafes M. wusste offenbar, wie gefährlich sein Plan war, als er sich in der Nacht des 19. Oktobers in einem Park in Philadelphia im US-Bundesstaat Pennsylvania, Drogen mit Falschgeld kaufen wollte. Deshalb nahm er sein elf Monate alten Sohn und seine Freundin zur Übergabe mit. Dann würde ihm schon nichts passieren, dachte er sich.

Doch sein Plan endete in einem Albtraum. Wie die "Washington Post" berichtet, flog sein Blüten-Trick auf. Infolgedessen feuerten die Dealer mehrere Schüsse ab, die den Sohn von Nafes M., der im Auto auf dem Rücksitz saß, in Kopf, Torso und Rücken trafen. Das Baby überlebte schwer verletzt. Allerdings wird es höchstwahrscheinlich durch den Vorfall sein Leben lang querschnittsgelähmt sein, davon gehen die Behörden aus.

USA: Polizei nahm M. vergangene Woche fest

In einer Pressekonferenz unter der Woche gab der Bezirksstaatsanwalt Anthony Voci Jr. nun weitere Details zum Vorfall bekannt. M. sei demnach nicht direkt nach der Schießerei in ein Krankenhaus gefahren. Er habe stattdessen seinen schwer verletzten Sohn zunächst in ein Wohnhaus gebracht. Erst danach sei er in die Klinik gefahren.

Der 25-jährige Vater hat laut Voci nicht zum ersten Mal Falschgeld benutzt. "Wir haben in seinem Auto etwas davon gefunden", so der Bezirksstaatsanwalt. Die Ermittlungen ergaben zudem, dass der Verdächtige seinen Sohn absichtlich zu solchen Deals mitgenommen habe. "Er glaubte vermutlich, dass jemand, der das Kind auf dem Rücksitz sieht, nicht auf ihn schießen würde", sagte Voci den anwesenden Journalisten. "Ich würde das als einen 'menschlichen Schutzschild' bezeichnen."

Die Polizei nahm Nafes M. in der vergangenen Woche fest. Nun wird gegen ihn wegen fahrlässiger Gefährdung einer anderen Person und wegen Gefährdung des Kindeswohls ermittelt.

Quellen: NBC / Washington Post

rpw