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Verurteilte Wikileaks-Informantin Chelsea Manning klagt auf Geschlechtsumwandlung


Früher hieß sie Bradley und spielte WikiLeaks geheime Dokumente zu. Inzwischen sitzt Chelsea Manning in Haft. Nun klagt sie gegen die US-Armee, weil die ihr eine Geschlechtsumwandlung verweigere.

Die verurteilte Wikileaks-Informantin Chelsea Manning klagt das US-Verteidigungsministerium an, weil man ihr eine vollständige Geschlechtsumwandlung verweigere. Die 26-Jährige - die sich vor ihrer Verurteilung zu 35 Jahren Haft im Jahr 2013 Bradley Manning nannte - habe eine entsprechende Klage bei einem Bundesgericht eingereicht, teilte ein Anwalt mit.

"Chelsea bleibt hoffnungsvoll, dass das Militär das Richtige tun wird und ihr die gesetzlich vorgeschriebene, notwendige Behandlung zukommen lassen wird", meinte der Anwalt. Jeder Tag, der verstreiche, ohne dass sie behandelt werde, bereite ihr Schmerzen. Bereits vor einem Jahr hatte sie eine Hormonbehandlung verlangt, die eine Umwandlung zur Frau ermöglichen solle.

Manning ist in einem Militärgefängnis in Fort Leavenworth (Bundesstaat Kansas) inhaftiert. Ihr Fall sorgte seinerzeit weltweit für Aufsehen: Sie war als Soldat im Irak und hatte der Enthüllungsplattform Wikileaks Hunderttausende geheimer Militärdokumente zugespielt.

car/DPA DPA

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