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Video Berlin: Solidarität mit den demonstrierenden Frauen im Iran

STORY: Am Mittwoch sind in Berlin erneut Menschen auf die Straße gegangen, um Solidarität mit den Protesten von Frauen im Iran zu zeigen und um an den Tod von Mahsa Amini zu erinnern. Die größte der Demonstrationen in der Hauptstadt am Mittwoch fand vor dem Brandenburger Tor statt. Dort sprach auch Grünen-Co-Chefin Ricarda Lang. "Wir müssen an ihrer Seite stehen. Politisch mit Sanktionen gegen den Iran müssen wir an ihrer Seite stehen, wenn es darum geht, ihr Schicksal sichtbar zu machen. Und vor allem müssen wir ihrer Seite stehen, wenn es darum geht, heute hier zu stehen. Aber auch noch nächste Woche hier zu stehen, aber auch noch übernächste Woche hier zu stehen und auch noch in ein paar Monaten." Die Polizei rechnete zu Demonstrationsbeginn mit rund 300 Teilnehmenden. Der Verein HÁWAR.help hatte zu der Kundgebung aufgerufen. Unter den Demonstrierenden war auch CDU-Politikerin Julia Klöckner. "Das kann nicht sein, dass Frauen weniger wert sind als Männer. Dass ihr Auftreten, ihre Kleidung, ihr Körper dafür verantwortlich ist, ob eine gewisse Sittlichkeit eingehalten wird. Dass junge Frauen ihr Leben lassen müssen, nur weil sie das Kopftuch nicht richtig getragen haben, das ist absurd, so etwas." Auch vor dem Reichstagsgebäude kamen Menschen zusammen. "Heute ist der 13. Tag in Folge, dass im Iran demonstriert wird, protestiert wird und bis heute, nach den Informationen, die wir hatten, 240 Tote, 12.000 inhaftierte Jugendliche und auch schon eine Studentin hat es dort gegeben und ganz viele Verletzte. Deutschland und EU und insgesamt internationalen Gemeinschaft kann Druck ausüben und die Inhaftierten frei kriegen", so Javad Dabiran vom sogenannten Nationalen Widerstandsrat. Wegen des Vorgehens gegen die Frauen-Proteste im Iran hatte die Bundesregierung den iranischen Botschafter einbestellt. Die 22-jährige Mahsa Amini war vor etwas mehr als einer Woche in Teheran von der Sittenpolizei festgenommen worden, weil sie gegen die strenge islamische Kleiderordnung verstoßen und ihr Kopftuch nicht angemessen getragen haben soll. Wenig später war sie tot. Kurz darauf kam es landesweit zu zahlreichen wütenden Protesten, die sich auch allgemein gegen eine Einschränkung persönlicher Freiheitsrechte im Iran richteten. Dabei kamen Dutzende Menschen ums Leben. Die Proteste halten an.
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In der Hauptstadt kamen am Mittwoch Menschen an mehreren Orten zusammen, um an den Tod von Mahsa Amini und an die gewaltsam niedergeschlagenen Proteste mit Toten im Iran zu erinnern.

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