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Video Botschafter der Ukraine: Schönbachs Rücktritt nicht genug

Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk, hat den Rücktritt von Vizeadmiral Kay-Achim Schönbach als Chef der deutschen Marine als unzureichend bezeichnet. Auf Twitter schrieb er: "Deutsche Arroganz und Größenwahn! Auch wenn die Ukraine den rechtzeitigen Rücktritt des Inspekteurs der Deutschen Schönbach begrüßt, reicht dieser Schritt nicht aus, um das volle Vertrauen in die deutsche Politik wiederherzustellen. Die deutsche Regierung muss ihren Kurs gegenüber Kiew ändern!!" Schönbach hatte während eines Vortrags in einem Think Tank in Indien der offiziellen Haltung Deutschlands zum Ukraine-Konflikt widersprochen. Schönbach unter anderem über die Annexion der Krim durch Russland: "Die Krim-Halbinsel ist weg, sie wird nie zurückkommen, das ist eine Tatsache." Die Angst vor einem russischen Einmarsch in der Ukraine bezeichnete er als "Nonsens." Zudem sprach er von sich als "sehr radikalem römisch-katholischem Christen" und er fände es daher gut, auf das christliche Russland als Partner gegen China zählen zu können. Nach Bekanntwerden der Äußerungen hatte das ukrainische Außenministerium die deutsche Botschafterin im Land zu einem Gespräch einbestellt. Bundesverteidigungsministern Christine Lambrecht hat Schönbachs Rücktritt am Samstag angenommen, wie das Ministerium mitteilte. Schönbach selbst hat seine Äußerungen als Fehler bezeichnet.
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Andrij Melnyk schrieb auf Twitter von "deutscher Arroganz und Größenwahn". Die Regierung müsse ihren Kurs gegenüber Kiew ändern.

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