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Video Bundeswehr soll Mali-Einsatz bis Mai 2024 beenden

STORY: Die Bundeswehr wird ab Mai nächsten Jahres mit dem Abzug aus Mali beginnen. Dies teilte Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Dienstag in Berlin mit. Die Bundesregierung werde dem Bundestag vorschlagen, das Mali-Mandat im Mai 2023 letztmalig um ein Jahr zu verlängern, um den Einsatz nach zehn Jahren dann "strukturiert" auslaufen zu lassen. Dabei solle insbesondere den Wahlen in Mali, die für Februar 2024 vorgesehen sind, Rechnung getragen werden. Die Vereinbarung ist Ergebnis von Beratungen von Verteidigungsministerin Christine Lambrecht, Außenministerin Annalena Baerbock und Entwicklungshilfeministerin Svenja Schulze mit Kanzler Olaf Scholz. Derzeit sind rund 1000 Soldatinnen und Soldaten in dem westafrikanischen Land im Einsatz. Sie sollen im Rahmen des UN-Einsatzes Minusma für Stabilität sorgen. Der Einsatz ist allerdings seit langem innerhalb der Bundesregierung umstritten. Der Bundestag hatte dennoch das Mandat für den Einsatz im Mai um ein Jahr verlängert. Die Obergrenze liegt bei 1400 Soldatinnen und Soldaten. Der Abzug der Bundeswehr-Soldatinnen und Soldaten aus Mali hatte sich abgezeichnet, nachdem Frankreich seinen Einsatz beendete und andere Nationen wie Großbritannien einen Truppenabzug zumindest angekündigt hatten. Mali gilt derzeit als gefährlichster Einsatz der Bundeswehr. In dem Land hatte sich das Militär im August 2020 an die Macht geputscht und geplante Wahlen ausgesetzt.
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Die Bundesregierung werde dem Bundestag vorschlagen, das Mali-Mandat im Mai 2023 letztmalig um ein Jahr zu verlängern, um den Einsatz nach zehn Jahren dann "strukturiert" auslaufen zu lassen, teilte Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Dienstag in Berlin mit.

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