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Video Energiepreise dominieren Landtagswahlkampf in Niedersachsen

STORY: Die steigenden Energiepreise - kaum ein Thema ist im Wahlkampf in Niedersachsen so dominant wie dieses. Bei einer Protestkundgebung des Bäckerhandwerks in Hannover Mitte September waren auch Vertreter von SPD, CDU, Grünen und FDP dabei, um Farbe zu bekennen. Und um zu zeigen, dass man die Probleme der Menschen ernst nimmt. Ministerpräsident Stephan Weil von der SPD versprach finanzielle Unterstützung: "Da muss der Bund vorlegen, aber auch das Land wir seinen Teil leisten müssen. Dazu sind wir auch ausdrücklich bereit. Und da kann auch eine Schuldenbremse nicht das ganz große Problem sein. Jetzt geht es um viel mehr als um eine Schuldenbremse. Jetzt geht es wirklich darum, Tausende von Arbeitsplätzen zu erhalten." Auch die Co-Spitzenkandidatin der Grünen, Julia Willie Hamburg, ist bei der Kundgebung in Hannover dabei. Ihre Botschaft lautet: SPD und CDU, die derzeit in Niedersachsen regieren, haben die Energiewende verschlafen. Deshalb braucht man starke Grüne. Im Bund und im Land: "Diese Wahl ist vor allem eine Bundeswahl. Das ist auch nur konsequent, weil derzeit diese ganze Frage der Energieversorgung die Menschen am allermeisten betrifft. Auch an den Wahlkampfständen reden wir vor allem über diese Themen. Und da muss man festhalten, dass viele Menschen sehr froh sind, dass Robert Habeck gerade Verantwortung übernimmt und ihm auch zutrauen, diese Krise zu bewältigen." Laut einer zehn Tage vor der Wahl veröffentlichten Umfrage von infratest dimap für die ARD würden die Grünen ihr Ergebnis im Vergleich zu 2017 fast verdoppeln und kämen auf 16 Prozent. Allerdings hatte infratest-dimap sie im Juli noch bei 22 Prozent gesehen. Die FDP muss in Niedersachsen den Umfragen zufolge um den Einzug in den Landtag kämpfen. Beim Energiethema setzt Spitzenkandidat Stefan Birkner weiter auf die Atomkraft: "Und wir müssen die Kernenergie weiterlaufen lassen nach unserer Überzeugung, weil sie auch eine Grundlast-Komponente und Grundlast-Fähigkeit hat, mindestens noch mal für drei, vier Jahre. Also noch mal neue Brennelemente bestellen und die noch dann abbrennen, ohne damit einen dauerhaften Wiedereinstieg in die Kernenergie zu verbinden." Eine längere Laufzeit für die derzeit drei noch laufenden Atomkraftwerke in Deutschland fordert auch der CDU-Spitzenkandidat und derzeitige Wirtschaftsminister von Niedersachsen Bernd Althusmann. Im Wahlkampf versucht er, falsche Weichenstellungen der Ampel-Koalition in Berlin in den Mittelpunkt zu stellen. So viel ist klar: Die Frage, ob SPD oder CDU am Sonntag stärkste Partei in Niedersachsen wird, bleibt spannend. Die Umfragen sagen hier ein Kopf-an-Kopf-Rennen voraus.
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Die Frage, ob SPD oder CDU am Sonntag stärkste Partei in Niedersachsen wird, bleibt spannend.

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