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Video Nouripour - Bundesregierung hat in ihrer Verantwortung für afghanische Ortskräfte versagt

KEINE BESCHRÄNKUNGEN Hinweis: Dieser Beitrag wird Ihnen ohne Sprechertext gesendet. O-TON OMID NOURIPOUR (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), MITGLIED DES AUWÄRTIGES AUSSCHUSSES DES DEUTSCHEN BUNDESTAGS "Die Taliban haben den Präsidentpalast nun auch erobert, haben angekündigt, dass Ausländer raus dürften und Afghanen nicht. Und die Angst grassiert ohne Ende. Ich habe mit vielen Leuten gesprochen gerade auch in Kabul und die haben Angst um ihr Leben und das kan man denen auch nicht verdenken." "Die sogenannten friedliche Machtübernahme heißt, dass die afghanischen Sicherheitskräfte komplett aufgegeben haben, und dass die Taliban jetzt bis auf einige wenige Landstriche das ganze Land ohne viel Gewalt erobern konnte. Aber jetzt beginnt die harte Zeit, für all die Leute, die sehr viel zu verlieren haben und das sind allen voran die Frauen, deren Grundrechte einfach jetzt auf dem Spiel stehen." "Es gibt eine rieseige Solidarität in der Bundeswehr. Viel Soldatinnen und Soldaten melden sich, versuchen zu helfen. Sie haben eng mit diesen Leuten gearbeitet und haben Angst um sie und zwar zu recht. Es gibt seit Jahren kursierende Listen der Taliban, wer alles wenn sie denn die Macht übernehmen würden tatsächlich bestraft wird." "Die Bundeswehr hätte da die Leute rausholen müssen. Es gab so viel Zeit, so viele Möglichkeiten und so viele Lippenbekenntnisse. Aber es ist halt einfach zu wenig passiert. Ich bin ehrlich gesagt rat- und sprachlos ob dieses Däumchendrehens einer Bundesregierung in höchster Not und zeigt, wie wenig die auf dem Kasten haben."
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Omid Nouripour sitzt für die Grünen im Auswärtigen Ausschuss des Bundestages. Er sagt, er sei sprachlos "ob dieses Däumchendrehens".

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