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Video Präsident Radew in Bulgarien vor zweiter Amtszeit

In Bulgarien steht Präsident Rumen Radew vor einer zweiten Amtszeit. Der 58-Jährige setze sich am Sonntag Prognosen zufolge in einer Stichwahl mit etwa 64 Prozent der Stimmen gegen seinen Herausforderer Anastas Gardzhikow durch, wie aus Hochrechnungen der Institute Gallup und Alpha Research hervorging. Radew war in der Bevölkerung beliebter geworden, nachdem er sich 2020 offen auf die Seite von Demonstranten gestellt hatte, die der Regierung des damaligen Ministerpräsidenten Boyko Borissow Korruption vorwarfen. Der unterlegene Gardzhikow räumte seine Niederlage ein und gratulierte Radew zu seinem Sieg. Das Amt des Präsidenten ist in Bulgarien weitgehend repräsentativ. Er kann aber Einfluss auf die öffentliche Meinung nehmen und zudem in Krisenzeiten Übergangsregierungen ernennen. Bei der Parlamentswahl vor zwei Wochen hatte sich eine erst wenige Monate zuvor gegründete Reformpartei durchgesetzt, die sich der Korruptionsbekämpfung in dem ärmsten EU-Mitgliedsland verschrieben hatte. Es war bereits die dritte Parlamentswahl in diesem Jahr in dem Land gewesen, da eine Regierungsbildung nach den Abstimmungen im April und Juli jeweils scheiterte.
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Bei der Parlamentswahl vor zwei Wochen hatte sich eine erst wenige Monate zuvor gegründete Reformpartei durchgesetzt, die sich der Korruptionsbekämpfung in dem ärmsten EU-Mitgliedsland verschrieben hat.

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