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Video Prozessauftakt wegen mutmaßlicher Spionage für Russland

STORY: Seit Donnerstag muss sich ein 65-jähriger Reserveoffizier Ralph G. wegen des Verdachts der Spionage vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht verantworten. Dazu Bundesanwalt Gerd Kaiser: O-TON BUNDESANWALT GERD KAISER "Gegenstand der Anklage ist der Tatvorwurf der geheimdienstlichen Agententätigkeit. Der Angeklagte stand nach unseren Erkenntnissen über mehrere Personen, insbesondere in der russischen Botschaft in Berlin, in Kontakt mit dem russischen militärischen Nachrichtendienst GRU. Diese Kontakte waren gelegentlich persönlicher Art, meistens erfolgten sie aber per E-Mail und er lieferte auf diesem Weg Informationen und Dokumente an seinen Kontaktmann." Im Frühjahr hatte die Bundesanwaltschaft Anklage gegen G. erhoben. Gerd Kaiser erläutert weitere Details: O-TON BUNDESANWALT GERD KAISER " Es gab dann einen weiteren Schwerpunkt, der lag im Bereich der Wirtschaft. Da lieferte er Informationen aus dem Bereich der Wirtschaft, die sich insbesondere mit den Auswirkungen der im Jahr 2014 gegen Russland verhängten Sanktionen auf Deutschland und auf die Europäische Union befassten. Und in einem Fall übermittelte er auch Informationen zum, ja, Stellungnahmen zum Projekt Nord Stream 2, die Gaspipeline. Wir konnten nicht feststellen, dass er eine Geldzahlung als Gegenleistung für diese Lieferungen erhalten hat. Auffällig war nur, dass er wiederholt Einladungen zu offiziellen Veranstaltungen russischer Stellen bekommen hat." Der Prozess ist bis Mitte Dezember angesetzt. Im Falle einer Verurteilung drohen Ralph G. eine Geldstrafe oder mehrere Jahre Haft.
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Im Frühjahr hatte die Bundesanwaltschaft Anklage gegen einen Reserveoffizier erhoben.

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