VG-Wort Pixel

Video Spannungen im Irak wachsen - Gegner von Sadr ziehen vor besetztes Parlament

STORY: Im Irak nehmen die Spannungen nach der Besetzung des Parlaments durch Anhänger des Geistlichen Moktada al-Sadr zu. Tausende Gegner des religiösen Führers zogen am Montag in das Regierungsviertel in Bagdad und bewarfen die Polizisten mit Steinen. Diese setzten Wasserwerfer ein, um die Demonstranten zurückzudrängen. Zu Sadrs Gegnern gehört eine Gruppierung von Parteien und Milizen, die größtenteils mit dem Iran verbündet sind. Die Befürchtungen vor schweren Gewaltausbrüchen ist groß. Sollte die Lage außer Kontrolle geraten, würde das die ganze Region treffen, sagte ein Kommandeur einer pro-iranischen Miliz. Sadrs Partei hatte die Wahlen im Oktober gewonnen. Er zog jedoch seine Abgeordneten aus dem Parlament ab, nachdem es ihm nicht gelungen war, eine Regierung zu bilden. Der Irak ist seit fast zehn Monaten ohne Regierung, weil die Lage festgefahren ist. Sadr, dem seine Gegner Korruption vorwerfen, verfügt über großen Einfluss. Seine Gefolgsleute sitzen in wichtigen Positionen in Ministerien und staatlichen Einrichtungen. Seine Anhänger hatten das Parlamentsgebäude in der vergangenen Wochen gestürmt und hielten es am Montag weiter besetzt.
Mehr
Die rivalisierenden Schiiten-Gruppen haben jeweils Verbindungen zu bewaffneten Milizen, was die Furcht vor schwerer Gewalt weckt.

Mehr zum Thema



Newsticker