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Video Streik legt Lufthansa an Drehkreuzen lahm

STORY: Der Warnstreik des Lufthansa-Bodenpersonals im Streit um höhere Löhne hat am Mittwoch mitten in der Ferienzeit zur Streichung von rund 1000 Flügen der Lufthansa geführt. An den betroffenen Flughäfen sei es aber ruhig, weil Reisende vorab informiert worden und deshalb gar nicht erst angereist seien, sagte eine Lufthansa-Sprecherin. An den Lufthansa-Drehkreuzen Frankfurt und München musste Lufthansa nahezu das gesamte Flugprogramm absagen. Der von der Gewerkschaft Verdi angekündigte Warnstreik hatte damit in der Hauptreisezeit massive Auswirkungen. Verdi hatte den Warnstreik mit einem unzureichenden Angebot des Arbeitgebers begründet. Dazu Streikleiter Marvin Reschinsky: "Das letzte Angebot der Arbeitgeberseite Lufthansa hat nicht ausgereicht, um die Streiks abzuwenden. Lufthansa hat auch nicht in den letzten Tagen nachgebessert, so sehen sich die Beschäftigten heute gezwungen zu streiken, auch weil wir diese Belastungssituation seit Wochen an den Flughäfen in Deutschland erleben, und da muss jetzt ein deutliches Signal in die Beschäftigten rein, damit auch Entlastung von morgen wieder möglich ist und der Luftverkehr von morgen vor allen Dingen auch wieder läuft." Lufthansa-Sprecher Martin Leutke sprach von einem traurigen Tag für alle Menschen, die in den Urlaub fliegen wollten. "Dieser Streik ist völlig unnötig, er ist auch völlig überzogen. Wir sind in Gesprächen mit der Verdi. Es gab zwei Gesprächsrunden, eine weitere ist vereinbart für die kommende Woche. Ein Ausmaß, das wir jetzt heute erleben, das ist überzogen und im Sinne der Kunden vor allen Dingen, unserer Gäste, nicht nachvollziehbar." Von dem Ausstand, der bis Donnerstag 6.00 Uhr morgens dauern soll, sind auch die Lufthansa-Töchter Swiss und Austrian Airlines betroffen. Verdi fordert für die rund 20.000 Bodenbeschäftigten der Lufthansa 9,5 Prozent mehr Lohn oder mindestens 350 Euro mehr im Monat. Das bisherige Lufthansa-Angebot summiert sich nach Angaben von Verdi auf ein Plus von 5,5 Prozent.
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Verdi hatte den Warnstreik mit einem unzureichenden Angebot des Arbeitgebers begründet.

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