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Indische Rapperin gegen Großkonzern "Unilever, räumt euren Müll weg!"

"Unilever räumt euren Müll weg!" Diese Message ist klar und deutlich. Sofia Ashraf ist eine indische Sängerin und Rapperin. Mit ihren Songs kämpft sie für soziale Gerechtigkeit. Diesmal rappt die 27-Jährige gegen Umweltverschmutzung im indischen Kodaikanal. In diesem Gebiet hat Unilever einst Thermometer hergestellt. Und was das Unternehmen hinterließ, gefällt ihr und der Bevölkerung der Region gar nicht!

Unilever ist weltweit einer der größten Hersteller von Nahrungsmitteln, Körperpflege- und Haushaltsprodukten. Die Fabrik, die Unilever im Kodaikanal betrieb, wurde 2001 auf Druck von Greenpeace geschlossen. Schnell folgte eine Klage, denn die hinterlassene Umwelt war kontaminiert - durch Quecksilber.

Tödliches Quecksilber
Die Auswirkungen, die diese Verseuchung auf die Bewohner der Stadt hat, greift Sofia auch im Rap auf. Was Arbeiter der Fabrik sagten, sei Unilever egal, heißt es im Song. Unilever habe damals gesagt, die Verseuchung sei weder für Mensch noch Tier schädlich. Dabei sind schon kleinste Mengen Quecksilber tödlich, denn sie beschädigen lebenswichtige Organe wie die Leber oder die Niere. Obwohl Unilever schon 2003 gezwungen wurde das Gebiet zu dekontaminieren, sei die Quecksilberkonzentration immer noch erheblich hoch.

Mit dem Rapvideo, das bereits über 1,5 Millionen mal auf Youtube geklickt wurde, wollen Sofia und die Bewohner der Region auf eine Petition aufmerksam machen. Sie werden keine Ruhe geben, bis Unilever Wiedergutmachung leistet.


Unilever äußert sich wie folgt zu den Vorwürfen.
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Die indische Rapperin Sofia Ashraf kämpft mit ihren Songs für soziale Gerechtigkeit. Diesmal thematisiert die 27-Jährige die Umweltverschmutzung im Kodaikanal - und nimmt sich Verursacher Unilever zur Brust.

Von Katharina Anders

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