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Welt-Aids-Konferenz: Aids-Aktivisten unterzeichnen Manifest gegen Diskriminierung

"Niemanden zurücklassen" heißt die Melbourner Erklärung gegen die Diskriminierung von HIV-Infizierten. Mehr als 3800 Menschen unterschrieben sie zum Ende der 20. Welt-Aids-Konferenz.

Demonstrationszug fordert anlässlich der Welt-Aids-Konferenz in Melbourne mehr Toleranz

Demonstrationszug fordert anlässlich der Welt-Aids-Konferenz in Melbourne mehr Toleranz

Mit einer klaren Absage an Diskriminierung und Gewalt gegen HIV-Infizierte ist in Australien die 20. Welt-Aids-Konferenz zu Ende gegangen.

"Niemanden zurücklassen" heißt die Melbourner Erklärung gegen Diskriminierung, die bis Freitag mehr als 3800 Menschen und zahlreiche Organisationen unterzeichneten. Die Deutsche Aids-Hilfe zog positive Bilanz. Wissenschaft und Menschenrechte zusammenzuführen sei eine der wichtigsten Bedingungen für erfolgreiche Maßnahmen gegen HIV und Aids.

"Auch in Deutschland werden aber noch Menschen zurückgelassen", sagte Carsten Schatz, Vorstandsmitglied der Deutschen Aids-Hilfe. So bekämen Drogenabhängige in Haft oft keine Heroinersatzstoffe wie Methadon, und zehn Bundesländer hätten keine Drogenkonsumräume, die nachgewiesenermaßen Leben retteten.

Knapp 80 Prozent der HIV-Infizierten hatten in einer Umfrage der Deutschen Aids-Hilfe angegeben, im Jahr vor der Befragung Diskriminierung erfahren zu haben - von Tratsch über Zurückweisung bei Zahnarztbesuchen oder Mobbing bei der Arbeit bis hin zu körperlicher Gewalt.

Schlimme Lage in mehr als 80 Ländern

In mehr als 80 Ländern ist die Lage aber viel schlimmer. Dort werden Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung bestraft, heißt es in der Erklärung. Betroffen sind vor allem schwule Männer, Sexarbeiter, Drogennutzer und Transsexuelle. Das treibe Menschen in den Untergrund und mache den Kampf gegen HIV-Infektionen schwer, die unbehandelt zu der tödlichen Immunschwächekrankheit Aids führen. "Wir fordern die sofortige und vereinte Ablehnung dieser diskriminierenden und stigmatisierenden Praktiken", hieß es in der Erklärung.

Neben Ländern wie Uganda, Nigeria und Indien stehen auch Russland und einige Nachbarstaaten am Pranger. Osteuropa und Zentralasien ist nach Angaben der Internationalen Aids-Gesellschaft die einzige Region neben dem Nahen Osten und Nordafrika, in der Neuinfektionen steigen. Der russische Gesundheitsinspektor warf der Aids-Konferenz aus Moskau vor, die Region nicht an einer Podiumsdiskussion über Osteuropa beteiligt zu haben. Der eingeladene Direktor des Aids-Zentrums der russischen Föderation habe die Teilnahme selbst zehn Tage vor der Veranstaltung ohne Gründe abgesagt, sagte die Aids-Gesellschaft dazu.

Große Beachtung fand eine dänische Studie, in der es mit einem Krebsmedikament erstmals gelang, nicht nur in Labors, sondern bei HIV-Infizierten selbst schlummernde Viren aus Zellen zu locken. Aids-Forscher bezeichneten dies als möglichen Durchbruch in der "Kick and Kill"-Strategie - etwa: herauslocken und abtöten. Nächste Herausforderung sei es, das Immunsystem so zu stimulieren, dass es die freigesetzten Virenpartikel abtötet.

Aids-Epidemie soll bis 2030 beendet werden

Die UN-Organisation UNAIDS hatte zu Beginn der Tagung eine neue Vision genannt: Auf dem Weg, die Aids-Epidemie bis 2030 zu beenden, sollen bis 2020 schon 90 Prozent aller Infizierten getestet sein, 90 Prozent behandelt werden und bei 90 Prozent soll das Virus auf ein nicht mehr nachweisbares Niveau gedrückt sein.

Weltweit leben nach Schätzungen mehr als 35 Millionen Menschen mit HIV und Aids, aber nur gut die Hälfte weiß davon. Erst 14 Millionen Menschen werden adäquat behandelt.

Die nächste Welt-Aids-Konferenz findet 2016 in Durban in Südafrika statt. Die Vorsitzende der dortigen Tagung, Olive Shisana, versprach bis dahin Anstrengungen, um die Diskriminierung in Afrika zu beenden. "Alle Menschen verdienen den gleichen Respekt", sagte sie.

mka/DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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