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Diebe im Ninja-Museum Langfinger brechen ins Reich der Ninjas ein – und erbeuten mehr als eine Million Yen

Ninja mit Schwert
Die Ninjas verdingten sich vorwiegend als Geheimagenten und Kundschafter. Hier posiert Ukita, ein "Ninja"-Meister mit seinem Schwert in Ueno. Ueno gilt als Geburtsstätte der Ninjas.
© epa afp Kitamura/ / Picture Alliance
Diebe sind in ein abgelegenes Ninja-Museum in Japan eingebrochen und haben mehr als eine Million Yen destohlen. Den Safe nahmen sie einfach mit.

Iga, eine Stadt in Japan, ist ein Mekka für Ninja-Fans. Einst soll dort der Sitz des berühmten Iga-Clans gewesen sein. Zu Tausenden pilgern Fans in das dortige "Iga-ryu" Ninja-Museum, um mehr über die geheimnisumwitterten Kämpfer zu erfahren, die sich vor allem im Schatten bewegten und deren kriminellen Fähigkeiten legendär sind.

Jetzt haben sich an dem Ort selbst Kriminelle der Moderne zu schaffen gemacht. Diebe brachen in das Museum ein und erbeuteten mehr als eine Million Yen, umgerechnet rund 8000 Euro. 

Diebe nehmen Safe mit

Nachdem der Alarm in der Nacht zum Montag ausgelöst worden war, rückte die örtliche Polizei an. Sie fand die Tür des Museums mit einer Brechstange aufgebrochen, wie die "BBC" berichtete. Die Diebe aber waren längst über alle Berge - und mit ihnen der Safe. Die Einbrecher vergeudeten keine Zeit damit, den 150-Kilogramm Brocken an Ort und Stelle zu knacken, sie packten ihn einfach ein. Darin sollen sich laut Museum die Einnahmen des Wochenendes, Eintrittsgelder von mehr als 1100 Besuchern, befunden haben.

Das Museum liegt abgeschieden im Wald. In der Nacht ist es kaum sichtbar. Das macht es einerseits attraktiv für Besucher, andererseits aber auch zum gefundenen Fressen für Langfinger. Wachpersonal war keines vor Ort. Auf frische Tat ertappt zu werden, ist unwahrscheinlich. 

Diebe im Ninja-Museum: Langfinger brechen ins Reich der Ninjas ein – und erbeuten mehr als eine Million Yen

"Das war geplant. Sie müssen uns gezielt ausgewählt und ausspioniert haben", berichtete ein Museumsmitarbeiter gegenüber "CNN". "Das war ein Drei-Minuten-Job." So wurde das Museum, das den Meistern der Tarnung huldigt, Kämpfer ehrt, die als geheimnisvolle Spione und Auftragsmörder gleichermaßen verehrt wie gefürchtet waren, selbst zum Ort des Verbrechens.

Auch die Sicherheitskameras am Gebäude konnten nur wenig ausrichten. Diese zeichneten zwar ein Fahrzeug auf, das in der Nacht auf das Gelände vorfuhr und konnten auch einen Mann erfassen, der aus diesem stieg. Die Kameras hatte dieser aber auf dem Zettel. So nahm eine Kamera den Mann zwar noch auf, wie er zielstrebig auf sie zusteuert, danach aber wird es dunkel. Er hatte sie kurzerhand gen Boden geneigt. 

Quellen: CNN, BBC

tpo

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