HOME

"Hafnia Seaways": Brandermittler wollen Nordseefähre untersuchen

Bei dem Feuer auf der britischen Nordseefähre "Hafnia Seaways" haben sechs Menschen Rauchvergiftungen erlitten. Nun wollen Ermittler die Ursache des Unglücks klären.

Nach dem Feuer auf der britischen Nordseefähre "Hafnia Seaways" kommen die Ermittlungen zur Brandursache nur langsam in Gang. Zunächst müsse abgewartet werden, bis der betroffene Bereich weiter abgekühlt und durchlüftet sei, teilte die Wasserschutzpolizei mit.

Wann die Ermittlungen, zu denen ein Experte der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung erwartet werde, beginnen könnten, sei noch nicht klar. Nach Erkenntnissen der Polizei wurden zwei Besatzungsmitglieder und vier Passagiere vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Sie hätten aber keine Verletzungen erlitten.

Auf dem 187 Meter langen Schiff war am Mittwochabend ein Brand im Saunabereich ausgebrochen. Das Feuer konnte von der Besatzung nicht allein unter Kontrolle gebracht werden. Daraufhin seien ein Seenotrettungskreuzer, ein Notschlepper und ein Fischereischutzschiff zu dem Schiff beordert worden.

Außerdem flog ein Hubschrauber speziell ausgebildete Feuerwehrleute aus Brunsbüttel an Bord. Mit deren Hilfe wurden alle Flammen gelöscht, die "Hafnia Seaways" lief am Abend aus eigener Kraft Cuxhaven an.

Ursache noch ungeklärt

Nach Angaben des Havariekommandos befand sich die Fähre der Reederei DFDS mit 20 Besatzungsmitgliedern und sieben Passagieren auf dem Weg vom englischen Immingham nach Cuxhaven, als das Feuer aus zunächst noch ungeklärter Ursache nördlich der ostfriesischen Nordseeinsel Spiekeroog ausbrach.

Bei der "Hafnia Seaways" handelt es sich um ein sogenanntes "Roll on, Roll of"-Schiff, das für den Seetransport von Autos, Lastwagen oder Eisenbahnzügen gedacht ist. Sie hat große durchgehende Decks, auf die die Fahrzeuge über Laderampen an Bord fahren können. Die Ursache des Feuers ermittelt nun die deutsche Wasserschutzpolizei.

kave/DPA/AFP / DPA
Themen in diesem Artikel