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Keine Hoffnung für Kalua 250 Verletzte, ein Toter: Affe mit Alkoholproblem bekommt "lebenslänglich"

Keine Hoffnung für Kalua: Frei laufende Affen gehören in Indien zum Stadtbild (Symbolbild)
Frei laufende Affen gehören in Indien zum Stadtbild (Symbolbild)
© Marco Hadem/ / Picture Alliance
Ein Affe wurde zu einer ungewöhnlichen Strafe verurteilt. Nachdem er Hunderte Menschen verletzt und einen getötet hatte, landete er nun hinter Gittern. Schuld dürfte auch sein Alkoholproblem sein.

Sechs Jahre ist Kalua alt, drei davon hat der Affe hinter Gittern verbracht. Doch auch der Aufenthalt in einem Zoo konnte den hochaggressiven Affen mit seinem Alkoholproblem nicht bändigen. Er wird nun den Rest seines Lebens in Einzelhaft in einem Käfig verbringen. Denn Kalua ist gefährlich.

In seiner Heimat Kanpur hatte Kalua lange für Angst und Schrecken gesorgt. Der Affe hatte in seinem Heimatstadtteil Mizampur knapp 250 Menschen angegriffen, vor allem Frauen und Kinder. Viele der Kinder seien von den scharfen Zähnen und Klauen so stark verletzt worden, dass sie operiert werden mussten, berichtet der "Business Insider". Erst nach mehreren Versuchen habe mein Zooteam den Affen betäuben und fangen können, berichtet "Patrika".

Zum Alkoholiker erzogen

Dort entdeckte man auch die vermutlichen Gründe für seine Aggressivität. Der Affe sei süchtig nach Alkohol, zudem verweigere er das Essen von Gemüse, wolle nur Fleisch, berichtet Mohd Nasir, Veterinär am Zoo von Kanpur. Das läge vermutlich an seinem Aufwachsen: Seinen Angaben zufolge gehörte Kalua früher einem örtlichen Okkultisten. Der habe ihn demnach regelmäßig mit Schnaps gefügig gemacht und zudem mit Fleisch gefüttert. Als der alte Besitzer dann gestorben sei, ging der Nachschub an Alkohol aus - und Kalua habe seine Serie von Angriffen begonnen.

Die setzte er auch fort, nachdem er  in den Zoo kam. Immer wieder habe Kalua versucht, Menschen und bevorzugt Frauen anzugreifen, berichtet "Patrika". Auch andere Affen seien von ihm mehrfach verletzt worden. "Wir haben ihn über Monate isoliert und nun in einen eigenen Käfig verlegt", gab sich Tierarzt Nasir gegenüber Gulf News" resigniert. Nicht mal gegenüber seinem Tierpfleger habe der Affe Vertrauen aufgebaut. "Er ist seit drei Jahren hier, aber er hat sein Verhalten nicht geändert."

Kalua in die Freiheit zu entlassen sei angesichts seines Verhaltens und der Gefahr weiterer Verletzungen keine Option. "Deshalb wurde nun beschlossen, dass er den Rest seines Lebens eingesperrt bleiben wird."

Quellen: Patrika, Business Insider, Gulf News

mma

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