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Empörung im Netz: Arbeiter rettet Katze in Not – und wird deshalb vom Dienst suspendiert

Maurice German, Mitarbeiter einer Telefonfirma, kam mit einem Kran zu Hilfe, nachdem eine Katze zwölf Stunden lang hilflos auf einem Telefonmasten festsaß. Für diesen Einsatz wurde er aber nicht belohnt, sondern bestraft.

Der Mitarbeiter der Telefonfirma, der eine Katze rettete

Maurice German, Mitarbeiter einer Telefonfirma, wurde vom Dienst suspendiert

Die Besitzerin der Katze Momma durchlitt nervenaufreibende 12 Stunden: Das Tier war in Philadelphia auf einen Telefonmasten geklettert – und schaffte es selbst nicht wieder herunter. In schwindelnder Höhe saß die getigerte Mieze auf dem Holzpfahl. Und immer mehr Anwohner kamen zusammen und sorgten sich um Mommas Wohlergehen. Versuche der Nachbarn, Momma selbst vom Mast zu locken schlugen fehl. Deshalb rief die Besitzerin die Feuerwehr zu Hilfe. Gerettet wurde die Katze schlussendlich aber von jemand anderem.

Nicht einmal die Feuerwehr konnte helfen

Denn auch die örtliche Feuerwehr hatte nicht das passende Gerät, um an Momma heranzukommen. Aber jemand anders hatte das perfekte Werkzeug zur Hand: Maurice German, der für die amerikanische Telefonfirma Verizon arbeitete. Er betätigte in seinem Job tagtäglich einen hydraulischen Kran, der natürlich perfekt geeignet war, um Telefonmasten zu erreichen. Den holte er aus der Garage und eilte zur Rettung der inzwischen extrem verängstigten und geschwächten Katze. Und die Rettung gelang.

Doch während die Geschichte für Momma und ihre Besitzerin ein gutes Ende nahm und von der ganzen Nachbarschaft gefeiert wurde, hatte der Einsatz für Maurice German bittere Konsequenzen: Da er den Kran nicht für Einsätze außerhalb seines Jobs hätte nutzen dürfen, wurde er für 14 Tage vom Dienst suspendiert. Ohne Bezahlung. "Es macht uns keinen Spaß, diese Sanktion anzuwenden", sagt Verizon-Sprecher Rich Young dazu. "Trotzdem sind wir für die Sicherheit unserer Mitarbeiter und unserer Kunden verantwortlich und nehmen das sehr ernst. Unglücklicherweise riskierte dieser Mitarbeiter sein Leben und das der Menschen um ihn herum, auch wenn seine Motivation natürlich löblich war."

Die Firma steht zu der harten Entscheidung

Man kann verstehen, dass sich Verizon natürlich an die Firmenregeln halten will und muss. Dennoch war der Unmut der Menschen in Philadelphia – und nach Bekanntwerden der Geschichte auch darüber hinaus – groß. Die Besitzerin von Momma wollte nicht akzeptieren, dass der selbstlose Retter für seinen Einsatz nun finanzielle Einbußen hinnehmen musste. Sie startete eine Spendenkampagne, um seinen Verdienstausfall der zwei Wochen, in denen er nicht arbeiten durfte, aufzufangen. Und schon bald war nicht nur dieses Geld zusammengekommen – ganze 3400 Dollar spendeten zahlreiche Menschen für den Helfer. So konnten am Ende doch alle zufrieden sein.

Quellen: "Metro" / GoFundMe

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wt