VG-Wort Pixel

Es gibt zu viele Australien verarbeitet Kängurus künftig zu Tierfutter

Ein Känguru mit seinem Jungen im Zoo Hoyerswerde
Dieses Känguru und sein Junges sind vor australischen Jägern sicher: Mutter- und Jungtier wohnen im Zoo in Hoyerswerda in Sachsen
© Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild / DPA
In Australien leben mittlerweile fast doppelt so viele Kängurus wie Menschen. Weil die Tiere sich in einigen Gegenden zur Plage entwickeln, werden drastische Schritte unternommen.

Das Känguru ist das Wappentier Australiens, weltweit werden die putzigen Beuteltiere mit dem Land assoziiert. Doch mittlerweile macht die rasant wachsende Känguru-Population dem Kontinent Sorgen – von einer regelrechten Plage ist die Rede.

Angesichts dieser Entwicklung dürfen diese Tiere künftig mit offizieller staatlicher Erlaubnis zu Tierfutter verarbeitet werden. Der Bundesstaat Victoria im Südosten des Kontinents wies am Dienstag sieben Gegenden mit besonders vielen Kängurus als Jagdgebiete aus. Dort dürfen die Beuteltiere nun geschossen werden. Ihr Fleisch wird dann auch zu Tierfutter verarbeitet. Nach Schätzungen sind in Australien etwa 45 Millionen Kängurus zuhause – fast doppelt so viele wie Menschen.

Känguru-Zahl soll in Australien auf "gesundes" Maß gedrückt werden

Das Landwirtschaftsministerium des Bundesstaats begründete das Programm damit, dass die Känguru-Zahl auf ein "gesundes Niveau" gebracht werden müsse. "Die Farmer müssen sicher sein, dass sie nicht von Kängurus überrannt werden, die Getreide fressen, anderen Tieren Wasser und Nahrung streitig machen und Gelände beschädigen." Seit 2014 wurde die Schieß-Erlaubnis in Victoria bereits getestet. Nach Angaben der Australian Society for Kangaroos (Australische Känguru-Gesellschaft) wurden bereits eine Million Tiere getötet.

Känguru-Fleisch gibt es in Australien auch in vielen Supermärkten. Besonders beliebt ist es fürs Grillen.

anb DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker