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Baden-Württemberg Drei Tote nach Abstürzen bei Flugshows


Das sonnige Wetter lockte am Wochenende Tausende auf Flugplatzfeste in Baden-Württemberg. Bei zwei Vorführungen kam es zu Unfällen – drei Menschen starben, zehn wurden teilweise schwer verletzt.

Drei Menschen sind nach zwei Abstürzen bei Flugplatzfesten im Umland von Stuttgart am Sonntag ums Leben gekommen. Unter den Toten sei auch ein 15-jähriges Mädchen, wie die Polizei mitteilte. Weitere Menschen wurden schwer verletzt. Die Unfälle ereigneten sich auf Festen in Metzingen und Backnang. In beiden Fällen untersuchen die Ermittler noch, wie es zu den Unglücken kommen konnte.

Auf dem Fluggelände in Metzingen wollte ein Hubschrauber um kurz nach 16 Uhr abheben. Dabei verhakte sich eine Kufe. Wie genau es dazu kam, war bis zum frühen Montagmorgen noch unklar. Die Maschine kam ins Trudeln und fiel auf die Seite. Durch den Aufprall lösten sich Teile vom Hubschrauber. Sie flogen durch die Luft und töteten einen 38 Jahre alten Familienvater.

Weitere Teile trafen eine 58 Jahre alte Frau und einen 47-jährigen Mann, wie die Polizei weiter berichtete. Sie wurden mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Der Pilot und der Co-Pilot kamen mit Blessuren davon. Sie wurden mit einem weiteren leicht verletzten Zuschauer ebenfalls ins Krankenhaus gebracht. Der Schaden wird auf zwei Millionen Euro geschätzt. Insgesamt waren knapp 100 Helfer im Einsatz, darunter mehrere Ärzte, die DRK-Notfallnachsorge und ein Notfallseelsorger.

Flieger stürzte aus 30 Metern Höhe ab

Etwa 45 Minuten nach diesem Unglück startete auf dem Flugplatz Backnang ein Kleinflugzeug mit vier Menschen an Bord zu einem Rundflug. Bereits kurz nach dem Start schmierte der Flieger der Polizei zufolge nach rechts ab. Noch vor einem angrenzenden Maisfeld stürzte er aus etwa 30 Metern Höhe auf den Boden und fing Feuer. Der 67 Jahre alte Pilot und ein 15-jähriges Mädchen starben. Die beiden anderen Passagiere, ein 30-jähriger Mann und eine 44-jährige Frau, überlebten schwer verletzt.

Ob ein Fehler des Piloten zu dem tragischen Unglück führte, oder ob die Technik versagte, war am frühen Montagmorgen noch unklar. Die Maschine werde untersucht, teilte ein Polizeisprecher mit. "Im Moment wäre alles nur Vermutung", so der Sprecher. Mit ersten Ergebnissen rechnet die Polizei im Laufe des Montagvormittags.

Zum Zeitpunkt des Unglücks waren viele der rund 3000 Festbesucher bereits auf dem Nachhauseweg, sagte ein Sprecher. Mehr als 100 Rettungskräfte wurden zum Unglücksort gerufen, darunter sieben Notärzte. Auch ein Rettungshubschrauber der Bundeswehr war im Einsatz.

jar/DPA DPA

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